Kellerduell zwischen Zürich und Vaduz

Giorgio Contini versucht mit Vaduz gegen Zürich den Fall ans Tabellenende zu verhindern
Giorgio Contini versucht mit Vaduz gegen Zürich den Fall ans Tabellenende zu verhindern © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Der FC Vaduz gastiert heute beim Tabellenletzten FCZ im Letzigrund. Die Ausgangslage ist spannend. Der FC Zürich will die Rote Laterne an Vaduz weiterreichen. Der Vaduzer Trainer Giorgio Contini fasst die Voraussetzungen für das Kellerduell so zusammen.

“Dass wir nach den 14 Runden ungefähr dort stehen würden, hatten wir erwarten müssen. Dass aber der FC Zürich als direkter Gegner am Schluss der Tabelle auftauchen würde, hätte ich nicht gedacht.” Weil noch der Grossteil der Meisterschaft (22 Runden) zu spielen ist, vermeidet es der Trainer aber, hier bereits von einem Sechs-Punkte-Spiel zu sprechen.

Contini unzufrieden

Mit dem Start in die Saison 2015/16 ist Contini nur teilweise zufrieden. Er sieht, wie sich seine Mannschaft entwickelt und dass diese Perspektiven hat. Das Negative ist für ihn die Zwischenbilanz von zwölf Punkten, die mit zwei Siegen und sechs Unentschieden zustande gekommen sind, was aus Sicht Continis eindeutig zu wenig ist. Die Leistungen der Mannschaft seien nicht genügend belohnt worden.

FCZ zuletzt siegreich

Ausgerechnet die höher eingestuften Young Boys haben dem FC Zürich zuletzt unfreiwillig auf die Sprünge geholfen. Die Zürcher kamen in Bern im Cup weiter und holten wenige Tage später ein schönes Unentschieden in der Meisterschaft, bei dem sie nah am Sieg waren. Zürichs Trainer Sami Hyypiä hatte bei seinem Amtsantritt wohl nicht vergeblich um ein wenig Geduld gebeten. Jetzt scheint sich die Arbeit des Finnen langsam auch in den Resultaten auszudrücken. Gegen Vaduz gilt es, den Schwung zu nutzen und den ersten Heimsieg der Saison einzufahren. Die Zürcher würden damit die Rote Laterne an den Gegner weiterreichen.

Kellerduell spannender als Spitzenkampf

Die Affiche Erster gegen Zweiter vom Sonntag ist normalerweise attraktiv. Wenn aber wie im vorliegenden Beispiel Serienmeister Basel einen Vorsprung von 13 Punkten auf den “Verfolger” GC aufweist, muss man befürchten, dass das Schlagerspiel zu einer einseitigen Angelegenheit wird. Auch die jüngere Geschichte spricht nicht für GC. Der letzte Meisterschaftssieg der Zürcher in Basel geht auf den März 2010 zurück. Seither weisen die Basler fünf Siege und vier Unentschieden vor.

In den weiteren Partien der 15. Runde empfängt Lugano am Samstag die Young Boys (20.00 Uhr), am Sonntag gastiert Luzern in Sitten und Thun trifft zuhause auf St. Gallen (beide 13.45 Uhr).(SI)


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