Kiloweise Münzen und Briefmarken in WiI

Von Praktikant Radio FM1
Die meisten Briefmarken sind heutzutage wertlos
Die meisten Briefmarken sind heutzutage wertlos © fm1today
Im Auktionshaus Rapp in Wil konnte am Montag jeder seine Münzsammlung oder seine Briefmarken schätzen lassen – und zwar gratis. Ganze Postwagen brachten einige Sammler mit. Davon war aber nur Weniges wirklich wertvoll.

“Vor allem Briefmarken ab 1960 sind praktisch wertlos”, meint der Experte für Briefmarken, Niklaus Neuenschwander. Er schätzt am heutigen Expertentag im Halbstundentakt Sammlungen von potentiellen Kunden. Wirklichen Wert haben nur einzelne begehrte Sammlerstücke sowie vollständige Briefmarkensätze.

Sammlungen sind meist Erbstücke

Ein Geschwisterpaar sitzt bei Niklaus Neuenschwander und hofft auf einen Goldschatz in der Markensammlung des Grossvaters. “Wir haben die Sammlung geerbt und möchten sie vor dem nächsten Umzug los werden”, sagen die Geschwister. Mit extrem viel Wert rechnen sie nicht. So überrascht es auch nicht, als der Experte sein Urteil abgibt. “In diesem Fall sind wohl die Alben mehr wert als ihr Inhalt.” Trotzdem sind die Geschwister froh, im Klaren über den Wert der Sammlung zu sein. Bei einer Online-Auktion erhalten sie für die 5 Kisten voller Briefmarken immerhin noch ein paar hundert Franken.

Wertvolle Stücke sind begehrt

Wer eine wertvolle Briefmarke oder Münze besitzt, der kann momentan gutes Geld verdienen. Sachanlagen wie Kunstwerke, guter Wein oder teure Marken und Münzen sind sehr gefragt. Weil Aktien und Immobilien zur Zeit unsichere oder schlechte Kurse haben, steigt die Nachfrage nach Sachanlagen enorm.

Viele lassen ihre Sammlung schätzen

Die Expertentage im Auktionshaus Rapp seien sehr schnell ausgebucht, erzählt die Geschäftsleiterin Marianne Rapp-Ohmann. Daher habe man sich entschlossen, diese Tage vermehrt anzubieten. Man muss sich vorher anmelden, um seine Münzen- oder Markensammlung schätzen zu lassen. Auch international sind die Expertentage des Auktionshauses begehrt. Mehr Infos zu den Expertentagen gibt es hier.


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen