Kloten schlägt die Rapperswil-Jona Lakers erneut

Klotens Goalie Luca Boltshauser wurde von den Rapperswil-Jona Lakers seit über 115 Minuten nicht mehr bezwungen
Klotens Goalie Luca Boltshauser wurde von den Rapperswil-Jona Lakers seit über 115 Minuten nicht mehr bezwungen © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Kloten befindet sich in der Ligaqualifikation gegen die Rapperswil-Jona Lakers erstmals leicht im Vorteil. Kloten gewinnt Spiel 4 auswärts mit 4:0 und gleicht die Serie nach Siegen aus.

Die Klotener, die vor fünf Tagen nach 1:4- und 0:4-Niederlagen noch wie sichere Absteiger ausgesehen haben, sehen plötzlich wieder Licht am Ende des Tunnels. Dafür gibt es bei den Lakers lange Gesichter. Rapperswil-Jona muss bis zum fünften Spiel am Samstagabend in Kloten über die Bücher.

Der Erfolg im Marathonspiel vom Dienstag mit dem Siegtor in der dritten Verlängerung liess das Momentum auf die Klotener Seite wechseln. «Natürlich war das der Effekt dieses Sieges», sagte Vincent Praplan. «Dieser Sieg verlieh uns Selbstvertrauen. Plötzlich läuft alles ringer.»

In den ersten zwei Spielen unterliefen den Klotenern entscheidende Fehler. Am Donnerstag spielten die Flieger nun erstmals das grössere Potenzial und die Vorteile in Sachen Tempo beeindruckend aus. Praplan bereitete das Führungstor vor. Denis Hollenstein, der Matchwinner vom Dienstag, erzielte das 3:0. Endlich spielen sich auch Klotens Schlüsselspieler ins Scheinwerferlicht.

Und die Lakers? Ihnen gelang wenig bis gar nichts mehr. Zum ersten Mal diese Saison verloren die SCRJ Lakers zwei Spiele hintereinander. Erstmals unterliefen den St. Gallern Fehler: Martin Ness verlor vor dem eigenen Goal den Puck. Jorden Gähler gab an der Bande einen Zweikampf praktisch kampflos verloren. Diese «Blackouts» ermöglichten nach 83 Sekunden und nach zwölf Minuten den Klotenern die ersten zwei Tore. Auch die Personaldecke der Lakers wird dünner. Weil der Kanadier Jared Aulin vor zwei Wochen im Swiss-League-Final verletzt ausschied, spielen die Rapperswiler schon die ganze Ligaqualifikation mit nur zwei Ausländern. Und vor dem vierten Spiel fielen mit Sven Berger (verletzte sich in Spiel 3) und Cyrill Geyer (muskuläre Probleme beim Einlaufen) zwei wichtige Backs verletzt aus.

Die Probleme der Lakers liegen allerdings auch in der Offensive. In den ersten drei Spielen der Serie lag Rapperswil-Jona nie in Rückstand. Die Lakers konnten äusserst erfolgreich und nach Lust und Laune kontern. In den letzten 115:04 Minuten gelang den Lakers nun aber kein Tor mehr. Nach Torschüssen dominierte Kloten seit dem letzten Goal der Lakers mit 72:35.

Rapperswil-Jona Lakers – Kloten 0:4 (0:2, 0:2, 0:0)

6100 Zuschauer (ausverkauft). – SR Stricker/Urban, Obwegeser/Wüst. – Tore: 2. Schlagenhauf (Praplan) 0:1. 13. Bozon (Obrist) 0:2. 28. Hollenstein (Stoop) 0:3. 36. Obrist (Bozon) 0:4. – Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 7mal 2 Minuten gegen Kloten. – PostFinance-Topskorer: Knelsen; Hollenstein.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Iglesias, Schmuckli; Sataric, Maier; Gähler, Büsser; Gurtner; Mosimann, Mason, Hügli; Hüsler, Ness, Primeau; Profico, Lindemann, Casutt; Morin, Knelsen, Rizzello; Brem.

Kloten: Boltshauser; Kellenberger, Back; Ramholt, Stoop; Egli, Harlacher; Kparghai; Bieber, Sallinen, Hollenstein; Leone, Schlagenhauf, Praplan; Abbott, Santala, Wetli; Obrist, Trachsler, Bozon; Lehmann.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Aulin, Berger und Geyer. Kloten ohne Weber, Marchon, Grassi, Lemm (alle verletzt), Bäckman und Poulin (überzählige Ausländer). – 23. Pfostenschuss Morin. – 47. Nyffeler hält Penalty von Hollenstein.

(SDA)


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