Kloten setzt sich in extremis durch

Der EHC Kloten konnte am Schluss gegen das unterklassige Langenthal doch noch jubeln
Der EHC Kloten konnte am Schluss gegen das unterklassige Langenthal doch noch jubeln © KEYSTONE/MARCEL BIERI
Kloten komplettiert wie erwartet die Halbfinals im Schweizer Cup. In den Viertelfinals zitterten sich die Zürcher Unterländer auswärts gegen Langenthal, zu einem 3:2-Sieg nach Penaltyschiessen. In den Achtelfinals hatte Langenthal mit einem 5:1-Sieg gegen Lugano geglänzt.

Einen Monat danach standen die Oberaargauer erneut nahe an der nächsten ganz grossen Überraschung und dem erstmaligen Einzug eines NLB-Teams in die Halbfinals, seitdem der Cup wieder lanciert wurde.

Langenthal forderte Kloten vor über 4000 Zuschauern bis zum Schluss und musste sich erst im Penaltyschiessen geschlagen geben. Während bei Kloten Robin Leone und Romano Lemm ihre Versuche verwerteten, blieben die Langenthaler ohne Treffer.

Es war für das Team von Trainer Jason O’Leary ein bitteres Ende. Den davor war während der 65 Spielminuten zwischen dem Zweiten der NLB und dem Fünften der NLA kein Klassenunterschied zu erkennen gewesen. Zweimal ging Langenthal in Führung, zweimal glich Kloten wieder aus. Das 2:2 durch James Sheppard fiel erst in der 53. Minute.

Langenthal, angetreten mit dem Selbstvertrauen von fünf Siegen hintereinander in der Meisterschaft und dem Cup-Triumph gegen Lugano, verkaufte sich erneut hervorragend. Die spielerischen Mängel machten die Oberaargauer mit Leidenschaft und Engagement mehr als wett. Sie spielten frech nach vorne und beschäftigten die Abwehr der Klotener immer wieder – öfters, als denen lieb sein konnte.

Wir gegen Lugano wurden die Langenthaler für ihren Aufwand belohnt. Verteidiger Michael Völlmin brachte sein Team nach knapp sieben Minuten verdient in Führung. Und nachdem Kloten durch Patrick Obrist und nach einem Patzer der Langenthaler Abwehr ausgeglichen hatte, reagierte der Aussenseiter postwendend mit dem neuerlichen Führungstreffer durch Brent Kelly.

Die Klotener enttäuschten auf der ganzen Linie und waren im Vergleich zum Samstag, als sie in Bern den SCB mit 8:1 gedemütigt hatten, nicht wieder zu erkennen. Das Team von Pekka Tirkkonen musste froh sein, dass es nicht höher in Rückstand geriet. Langenthal, das ohne seinen verletzten Captain und Teamleader Stefan Tschannen (Oberkörper-Verletzung) antreten musste, besass immer wieder Topchancen, die letzte in der Verlängerung, als Vincenzo Küng alleine vor Martin Gerber scheiterte.

Während der Cup-Höhenflug von Langenthal zu Ende ging, folgte Kloten dem EV Zug, Genève-Servette und Lausanne in die vorletzte Runde. Die Auslosung für die Halbfinals findet am Donnerstag (12.00 Uhr) statt. Gespielt wird die Runde der Top 4 am 4./5. Januar.

Langenthal – Kloten 2:3 (2:1, 0:0, 0:1, 0:0) n.P.

4090 Zuschauer. – SR Dipietro/Wiegand, Borga/Kovacs. – Tore: 7. Völlmin (Dünner, Füglister) 1:0. 17. (16:40) Obrist 1:1. 18. (17:46) Kelly (Rytz/Ausschluss Obrist) 2:1. 53. Sheppard (Hollenstein, Back) 2:2. – Penaltyschiessen: Leone 0:1, Dünner -; Lemm 0:2, Campbell -; Santala -, Kelly -; Shore -, Füglister -. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Langenthal, 6mal 2 Minuten gegen Kloten.

Langenthal: Mathis; Cadonau, Rytz; Völlmin, Marti; Pienitz, Ahlström; Kelly, Campbell, Kämpf; Pivron, Montandon, Tom Gerber; Kummer, Dünner, Füglister; Primeau, Hess, Küng; Trüssel, Duarte.

Kloten: Martin Gerber; Sanguinetti, Frick; Stoop, Weber; Back, Harlacher; Bircher; Praplan, Santala, Hollenstein; Leone, Shore, Sheppard; Lemm, Schlagenhauf, Kellenberger; Bader, Homberger, Obrist.

Bemerkungen: Langenthal ohne Tschannen, Schüpbach und Wolf, Kloten ohne Ramholt, Grassi, Bieber und von Gunten (alle verletzt). Timeout Langenthal (63:47).

(SDA)


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