Kölliker konnte es auch nicht richten

Interimscoach Köbi Kölliker konnte Oltens Ausscheiden auch nicht mehr verhindern
Interimscoach Köbi Kölliker konnte Oltens Ausscheiden auch nicht mehr verhindern © KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Für den Qualifikations-Dritten EHC Olten ist die Saison vorbei. Auch der Trainerwechsel nützte nichts mehr – Köbi Köllikers Team scheidet im Playoff-Halbfinal in der NLB nach einem 0:3 bei Ajoie aus.

Die Partie stand im Zeichen der “sportlichen Rache” von Goalie Gauthier Descloux und Stürmer Steven Barras. Die beiden Schlüsselspieler Ajoies hatten am Freitag das vierte Halbfinalspiel nach unschönen Oltner Attacken wegen Verletzungen nicht beenden können. Vier Tage später avancierten sie zu Ajoies Helden: Gauthier Descloux brillierte nach seiner leichten Hirnerschütterung mit 24 Paraden und einem Shutout, und Steven Barras, der wegen des Nasenbeinbruchs mit Gesichtsschutz spielte, erzielte nach 16 Minuten das wegweisende 1:0.

Von Olten war nichts zu sehen. Die Feuerwehrübung, mit der Sportchef Köbi Kölliker seinen Trainer Heikki Leime in die Wüste schickte und selber wieder an die Bande stand, fruchtete nichts. Olten wurde im kapitalen sechsten Spiel ebenso dominiert wie vorher in den Partien 2 und 4. Nach 40 Minuten lautete das Schussverhältnis 26:12 zu Gunsten Ajoies. Nur weil die Jurassier im Abschluss sündigten und zuweilen auch Pech bekundeten, durfte Olten bis zur 54. Minute hoffen. Sechs Minuten vor Schluss gelang aber Thomas Büsser, der Leihgabe des EHC Winterthur, das 2:0 für Ajoie. Und 131 Sekunden vor Schluss stellte Dario Kummer mit dem 3:0 ins leere Tor den Heimsieg der Pruntruter endgültig sicher.

Auch Köllikers auffälligste Änderung in der Aufstellung zahlte sich nicht aus. Goalie Kevin Huber, der in den letzten beiden Partien den Vorzug gegenüber Matthias Mischler bekam, sah sowohl beim ersten wie beim zweiten Gegentor nicht gut aus.

In der Qualifikation hatte Olten gegen Ajoie vier von fünf Spielen und alle Auswärtsspiele in Pruntrut gewonnen. In den Playoffs verloren die Oltner in der Patinoire Voyeboeuf hingegen 1:2, 1:6 und 0:3. Ajoie spielt im Playoff-Final gegen die Rapperswil-Jona Lakers um einen der grössten Erfolge in der Klubgeschichte. Erst einmal, vor 24 Jahren, gewann der HC Ajoie den Meistertitel in der NLB. Damals wurden in der NLB keine Playoffs gespielt. Im Jahr darauf belegten die Jurassier in der NLA den 9. Platz.

Die Finalserie in der NLB beginnt am Sonntag in Jona. Sollte Ajoie den NLB-Titel gewinnen, fände keine Ligaqualifikation statt. Ajoie hat schon vor der Saison erklärt, dass es nicht in die NLA aufsteigen will.

Ajoie – Olten 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)

3110 Zuschauer. – SR Müller/Wirth, Huggenberger/Progin. – Tore: 16. Barras (Hazen) 1:0. 55. Büsser 2:0. 58. Kummer (Barras, Hazen) 3:0 (ins leere Tor). – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ajoie, 2mal 2 Minuten gegen Olten. – Bemerkungen: Ajoie mit Gauthier Descloux, Olten mit Kevin Huber im Tor. Ajoie ohne Rouiller (krank), Olten ohne Beaudoin (überzähliger Ausländer/Coach).

Meisterschaft NLB. Playoffs (best of 7). Halbfinals: Ajoie (5.) – Olten (3.) 3:0 (1:0, 0:0, 2:0); Schlussstand 4:2. – Final: Rapperswil-Jona Lakers (1.) – Ajoie (5.) ab Sonntag.

(SDA)


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