Kolumbiens Regierung und FARC-Rebellen erreichen weitere Einigung

Unter Vermittlung von Kubas Präsident Raul Castro (Mitte) einigten sich im September der Päsident Kolumbiens, Juan Manuel Santos (links) und der Kommandant der FARC-Rebellen, Timoleon Jimenez, auf eine juristische Aufarbeitung des Konflikts. Nun erreichten sie eine weitere Einigung. (Archiv)
Unter Vermittlung von Kubas Präsident Raul Castro (Mitte) einigten sich im September der Päsident Kolumbiens, Juan Manuel Santos (links) und der Kommandant der FARC-Rebellen, Timoleon Jimenez, auf eine juristische Aufarbeitung des Konflikts. Nun erreichten sie eine weitere Einigung. (Archiv) © KEYSTONE/AP/DESMOND BOYLAN
Nach dem Durchbruch bei den Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC-Guerilla haben die Konfliktparteien eine weitere Detaileinigung erreicht.

Beide Seiten seien am Samstag übereingekommen, “erste Massnahmen zur Suche, Identifizierung und Rückgabe von sterblichen Überresten” verschwundener Menschen zu ergreifen. Das teilten kubanische und norwegische Diplomaten, die in dem Konflikt vermitteln, in der kubanischen Hauptstadt Havanna mit. Darüber hinaus solle längerfristig eine Ermittlungsgruppe zu Verschwundenen eingesetzt werden.

Die linksgerichtete FARC und die Regierung hatten am 23. September ihre Einigung auf den juristischen Rahmen zur Aufarbeitung ihres jahrzehntelangen Konflikts bekannt gegeben. Sie vereinbarten unter anderem Regelungen zum strafrechtlichen Umgang mit den Beteiligten an dem Konflikt in dem südamerikanischen Land.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos und der FARC-Kommandant Timoleón Jiménez alias Timochenko verabredeten zudem, die Friedensgespräche bis März 2016 zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Die FARC-Guerilla hatte im Jahr 1964 den bewaffneten Kampf gegen Grossgrundbesitzer und die kolumbianische Regierung aufgenommen. Sie zählt heute rund 7000 Kämpfer.

In dem ein halbes Jahrhundert dauernden Konflikt, an dem auch andere linke Rebellengruppen, ultrarechte Paramilitärs und Drogenhändler beteiligt waren, wurden nach offiziellen Angaben etwa 220’000 Menschen getötet. Sechs Millionen Menschen flohen vor der Gewalt.

(SDA)


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