Komitee bekämpft neutrale Abdankungshalle in der Stadt Luzern

Kreuze als christliche Symbole sind in der Stadt Luzern zum politischen Zankapfel geworden. Aus der Abdankungshalle des städtischen Friedhofs Friedental sollen sie nach dem Willen des Parlaments verschwinden. (Archivbild).
Kreuze als christliche Symbole sind in der Stadt Luzern zum politischen Zankapfel geworden. Aus der Abdankungshalle des städtischen Friedhofs Friedental sollen sie nach dem Willen des Parlaments verschwinden. (Archivbild). © KEYSTONE/SIGI TISCHLER
Die Abdankungshallen im Friedhof Friedental in der Stadt Luzern sollen mit einem Kruzifix und religiösen Malereien geschmückt bleiben. Ein Komitee wehrt sich mit einem Referendum gegen die Absicht der Stadt, die Halle konfessionslos und neutral zu gestalten.

CVP-Nationalrätin Andrea Gmür bestätigte auf Anfrage einen Bericht der “Neuen Luzerner Zeitung” vom Mittwoch. Im Kanton Luzern gehörten 80 Prozent einer christlichen Religionsgemeinschaft an. Diese Mehrheit müsse ihre religiöse Tradition nicht von einer Minderheit bestimmen lassen.

Gmür steht nach eigenen Angaben zur Religionsfreiheit. Sie habe nichts dagegen, wenn wie bisher bei einer Abdankung auf Wunsch die christlichen Symbole abgedeckt würden.

Die Abdankungshallen sind keine sakralen Räume, aber mit christlichen Symbolen ausgemalt oder gestaltet. Die Stadtregierung möchte den Hallen ein konfessionsloses und neutrales Erscheinungsbild geben.

Das Stadtparlament hatte letzte Woche diese Absicht bestätigt und ein revidiertes Friedhofs- und Bestattungsreglement beschlossen. Gegen dieses wird vom Komitee das Referendum ergriffen, obwohl darin die Ausgestaltung der Abdankungshalle gar nicht geregelt ist. Ziel des Komitees ist es, dass das Reglement dereinst um einen Zusatz in seinem Sinne ergänzt wird. Die Referendumsfrist läuft am 4. Mai ab.

(SDA)


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