Komplette Indie-Band stirbt nach Sturz von einer Brücke

Kris Leonard, River Reeves, Tomas Lowe und Jack Dakin alias "Viola Beach".
Kris Leonard, River Reeves, Tomas Lowe und Jack Dakin alias "Viola Beach". © instagram
Die schwedische Band Viola Beach ist durch einen tragischen Autounfall ums Leben gekommen. Keines der fünf Bandmitglieder hat den Sturz von einer Brücke in der Nähe von Stockholm überlebt. 

Am vergangenen Samstag wollte die Band ein Konzert in der südenglischen Ortschaft Surrey geben. Davor waren sie noch an einem schwedischen Musikfestival «Where is the Music» in Norrköping.

Zeugen berichteten, dass der Wagen mit den fünf Männern sich am frühen Samstagmorgen mit hoher Geschwindigkeit einer beweglichen Brücke genähert hatte, die für den darunter fahrenden Schiffsverkehr geöffnet und danach noch nicht wieder ganz geschlossen worden war. Das Fahrzeug durchbrach die Schranke und stürzte in den Kanal.

Auto stürzte 25 Meter in die Tiefe

Nach Angaben der schwedischen Polizei fiel der Wagen aus mehr als 25 Metern Höhe ins Wasser. Taucher bargen die Leichen. Das Warnsystem der Brücke hat laut Zeugen funktioniert. Andere Autos hatten bereits angehalten und warteten auf die Weiterfahrt. Wie der Lastwagenfahrer Jonny Alexandersson dem «Aftonbladet» sagte, raste das Auto mit einer «wahnsinnigen Geschwindigkeit» von bis zu 80 Stundenkilometern auf die Bücke zu. Alle anderen Autos hätten gehalten.

Das britische Aussenministerium bestätigte am Sonntag, dass es sich um Briten im Alter zwischen 20 und 35 Jahren handelte. Man sei mit den schwedischen Behörden in Kontakt und unterstütze die Familien der Opfer, sagte eine Sprecherin.

Künstler sprechen ihr Mitgefühl aus

Andere Musiker zeigten sich bestürzt über das Unglück. Die Band The Enemy sprach auf Twitter von einer «unglaublich tragischen und traurigen Nachricht». Die Band Blossoms, mit der Viola Beach nach ihrer Rückkehr nach Grossbritannien auftreten sollte, zeigte sich «völlig erschüttert» über den Tod der Musiker und ihres Managers.

(red)


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