Kontrollschilder sind ein teurer Spass

Tiefe Nummern lassen sich nun auch im Kanton Appenzell Ausserrhoden kaufen.
Tiefe Nummern lassen sich nun auch im Kanton Appenzell Ausserrhoden kaufen. © ©zvg
Was im Kanton St.Gallen Gang und Gäbe ist, ist jetzt auch im Kanton Appenzell Ausserrhoden in den Startlöchern: Die erste Online-Kontrollschild-Auktion findet seit Mittwoch statt.  Hier ein paar Fakten und Zahlen zum Thema Kontrollschilder.

Autoliebhaber aus Appenzell Ausserrhoden haben einen Grund zur Freude: Ab heute Mittwoch können sie online tiefe und beliebte Kontrollschilder ersteigern. Ab Anfang März werden fortlaufend Nummernschilder, darunter auch die Zahlen von 1 – 199, versteigert.

Vorerst hielt sich das Interesse in Grenzen: Für die Nummer “AR 4” wurde ein Startpreis von 20’000 Franken festgesetzt, Angebote gab es bis am Nachmittag keine. Immerhin fand sich ein Bieter, der bereit ist, 5000 Franken für “AR 78” zu zahlen.

18 Tage lang kann nun für die acht Kontrollschilder weitergeboten werden. Danach folgt eine nächste Serie. Zur Verfügung stehen unter anderem die Nummern AR 1 bis 199. Wann “AR 1” an die Reihe kommt, sei nicht bekannt, erklärte Georg Amstutz, Leiter Kommunikation Ausserrhoden, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Dies könnte auch erst im nächsten Jahr der Fall sein.

Appenzell Ausserrhoden erhofft sich mit der Auktion einen Zustupf in die Staatskasse. Budgetiert sind jährlich 100’000 Franken. Abschätzen lassen sich die Einnahmen nicht. Sie sind von den Begehrlichkeiten der Bieterinnen und Bieter abhängig, denen tiefe Autonummern viel Geld wert sind. Hier geht’s zur Auktion.

Fakten und Zahlen

1. Der Rentnerin Maria Hufenus wurde 2010 das Schild “SG 66” vom Strassenverkehrsamt grundlos entzogen. Eine Woche später erfuhr sie, dass “ihr” Schild für 31’050 Franken verkauft wurde.

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2. Das teuerste Schild wurde in St.Gallen verkauft: Für stolze 135’000 Franken ging das Schild “SG 1” über den Tisch. Im Tessin wurde “TI 10” für die selbe Summe verkauft. Hand aufs Herz: Wer hat überhaupt so viel Kohle?

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3. Seit 2009 werden Kontrollschilder im Internet versteigert.

4. Die Kontrollschilder SG 1 – SG 20 gehörten bis vor Kurzem noch der St.Galler Berufsfeuerwehr.

5. Im Rekordjahr 2013 spülten die tiefen Nummern gar 1,3 Millionen in die Kassen der Ämter. Dies ist auf den Verkauf der Nummern 1, 2 und 3 zurückzuführen.

6. Nummernschilder wie “ZH 2037” kosten in der Regel etwa 15-20’000 Franken. Käufer sehen darin etwas spezielles.

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7. “ZH 1” – “ZH 999” sind Tabu. Die mit “U” versehenen Schilder sind an Garagen fest vergeben und somit nicht handelbar.

8. Der durch den Verkauf generierte Erlös wird generell in die Sanierung der Strassen investiert.

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