Küng und Dillier wollen WM-Gold zurück

Gehört zum WM-Auftakt in Norwegen im Mannschaftszeitfahren zu den Topanwärtern auf Gold: das amerikanisch-schweizerische Team BMC
Gehört zum WM-Auftakt in Norwegen im Mannschaftszeitfahren zu den Topanwärtern auf Gold: das amerikanisch-schweizerische Team BMC © KEYSTONE/EPA/SEBASTIEN NOGIER
Mit den Mannschaftszeitfahren für UCI-Profiteams beginnen am Sonntag die Strassen-WM in Bergen. Zu den Anwärtern auf die Goldmedaille zählt einmal mehr das Team BMC, das Revanche angekündigt hat.

Im Aufgebot von BMC für die 42,5 km lange Prüfung gegen die Uhr in Norwegen stehen mit Stefan Küng und Silvan Dillier auch zwei Schweizer. Mit ihrer Vergangenheit im Bahnvierer ist das Duo prädestiniert für den Wettbewerb, der erst seit 2012 in dieser Form durchgeführt wird.

«Nach dem zweiten Rang im vergangenen Jahr werden wir erst recht alles dafür geben, wieder zu gewinnen», gab Küng, der zusammen mit dem Australier Rohan Dennis die Rolle der «Lokomotive» übernehmen soll, die Devise raus. Dennis war in den beiden Zeitfahren an der Tour de Suisse der Einzige, der den 23-jährigen Thurgauer jeweils bezwingen konnte.

2014 (mit Dillier) und 2015 (mit Dillier und Küng) hatte BMC das WM-Mannschaftszeitfahren für sich entschieden. Die restlichen drei Austragungen wurden eine Beute von Etixx-Quick Step. Auch an der norwegischen Atlantikküste deutet viel auf ein Duell der beiden Equipen hin.

Ein Wort um den WM-Titel mitreden möchte aber auch das Team Sky, das mit dem Tour-de-France-Gewinner Chris Froome, dem ehemaligen Zeitfahr-Weltmeister Wassili Kirijenka sowie Michal Kwiatkowski und Geraint Thomas eine überaus starke Mannschaft aufgeboten hat.

Nach dem Mannschaftszeitfahren treten die besten Radprofis in Norwegen für ihre Nationen an. Küng bestreitet in Bergen als einziger Schweizer das volle Programm und geht danach sowohl im Einzelzeitfahren am Mittwoch als auch im Strassenrennen am Sonntag an den Start.

Das 267,5 km lange Strassenrennen bildet den Abschluss und den Höhepunkt der acht Tage dauernden WM. Die Schweiz ist dabei mit sechs Profis startberechtigt. Nebst Küng und Dillier bot Nationaltrainer Danilo Hondo die routinierten Michael Albasini, Michael Schär und Gregory Rast sowie etwas überraschend Fabian Lienhard vom zweitklassigen Team Vorarlberg auf.

Der Rad-Weltverband UCI vergibt total zwölf Medaillensätze – zwei in den Mannschaftszeitfahren sowie je fünf in den Einzelrennen. Swiss Cycling reist mit 22 Athletinnen und Athleten nach Norwegen, das zum zweiten Mal nach 1993 (in Oslo) eine Strassen-WM organisiert.

(SDA)


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