Kurden vertreiben den IS aus irakischer Stadt Sindschar

Eine Peschmerga-Stellung bei Sindschar: Am Freitagmorgen hat die irakisch-kurdische Miliz die strategisch wichtige Stadt nach eigenen Angaben eingenommen.
Eine Peschmerga-Stellung bei Sindschar: Am Freitagmorgen hat die irakisch-kurdische Miliz die strategisch wichtige Stadt nach eigenen Angaben eingenommen. © KEYSTONE/AP/BRAM JANSSEN
Kurden-Kämpfer haben die IS-Terrormiliz im nordirakischen Sindschar für besiegt erklärt. Nach einer von der US-Luftwaffe unterstützten Grossoffensive teilte der Sicherheitsrat der autonomen Kurdenregierung mit, der Islamische Staat sei “geschlagen und auf der Flucht”.

Peschmerga-Kämpfer seien von allen Seiten in die Stadt eingedrungen und hätten wichtige Gebäude eingenommen, hiess es am Freitag in einer Mitteilung. Aus Sindschar war heftiges Gewehrfeuer zu hören. Hunderte Peschmerga marschierten in die Stadt ein.

Die Offensive hatte am Donnerstag begonnen. Sindschar liegt an einer Hauptstrasse, die die IS-Hochburgen Mossul im Irak und Rakka in Syrien verbindet.

Eine Rückeroberung hätte zudem eine grosse symbolische Bedeutung. Denn der IS hatte bei der Einnahme Sindschars im August 2014 Tausende Jesiden getötet, versklavt oder vergewaltigt. Die Gewalt war der Anstoss für die USA, in den Konflikt einzugreifen.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen