Kurrlige Comic-Bilder als Shirt oder Tattoo

Dominik Rüegg zeichnet schon seit seiner Kindheit - dazumals vor allem während dem Französischunterricht
Dominik Rüegg zeichnet schon seit seiner Kindheit - dazumals vor allem während dem Französischunterricht © zVg
Der junge St.Galler Künstler Dominik Rüegg stellt dieses Wochenende seine Werke aus. Dass es viel mehr zu sehen gibt als nur Bilder wird erst auf den zweiten Blick klar.

«Die Ausstellung soll nicht nur eine Ausstellung von Bildern sein, sondern ein richtiges Erlebnis», sagt der 29-jährige Künstler. Tätowierungen, T-Shirts, Live-Musik und Siebdrucke sollen dazu beitragen. Von Donnerstag bis Samstag kann man Rüeggs Werke im Projektraum viereinhalb in St.Gallen betrachten. Erst beim zweiten oder dritten Mal hinsehen nimmt man seine Bilder richtig wahr und auch bei der vierten oder fünften Betrachtung fällt einem etwas auf, das man zuvor noch nicht wahrgenommen hat.

Inspiration im Alltag

Die Ideen für seine speziellen Comic-Bilder hat Dominik Rüegg meist im Alltag, unterwegs mit seinem Velo. «Mein erstes Bild habe ich gezeichnet, nachdem ich mit einem Freund über einen Pass gefahren bin. Die Strasse war sehr kurvig und natürlich steil und überall hatte es einzelne Häuschen. Das hat mich inspiriert», sagt Dominik Rüegg. In seinen Zeichnung erkennt er teilweise die Passstrasse wieder. Aber auch andere Landschaften und Charaktere beeinflussen den Künstler in seinem Schaffen.

Ausstellung nur ein Wochenende

Vom 29. September bis zum 1. Oktober 2016 läuft seine Ausstellung im viereinhalb. An jedem Tag gibt es ein kleines Highlight. Am Donnerstag, zur Vernissage, spielt LABOR auf, am Freitag kann man sich eine von Rüeggs Landscapes vor Ort tätowieren lassen und am Samstag kann man live beim Siebdrucken zusehen. Zusätzlich verkauft Dominik Rüegg T-Shirts mit seinen Bildern drauf.

Ideenmaschine im Technorama

Dass Dominik Rüegg ein talentierter Künstler ist, hat er bereits bewiesen. Seine Abschlussarbeit (vom Studiengang Design&Kunst im Studienbereich Animation 2D), die Ideenmaschine, wurde im Technorama ausgestellt. Die Animationstechnik für seine Ideenmaschine stammt aus dem 19.Jahrhundert. Sie ist ursprünglich ein Bild (kein gif so wie hier dargestellt), das sich nur durch das Bewegen des Betrachters verändert.

Für die Ideenmaschine erhielt Dominik Rüegg einen Förderpreis seiner Hochschule.

Hochschule Luzern, Animation Wiki

Fassade bemalen

Nach der Ausstellung dieses Wochenende wird es für den Künstler etwas ruhiger. Trotzdem hat er bereits Pläne für nächsten Sommer. «Ich möchte gerne irgendwann einmal eine ganze Fassade bemalen», verrät er uns. Einen passenden Platz hat Dominik Rüegg dafür allerdings noch nicht gefunden.

(enf)


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