Brand in Trafostation legt Stromnetz in Stadtzürcher Kreis 6 lahm

Stromausfall im Stadtzürcher Kreis 6: Plötzlich war es bei Mona Vetsch im Radiostudio von SRF3 dunkel.
Stromausfall im Stadtzürcher Kreis 6: Plötzlich war es bei Mona Vetsch im Radiostudio von SRF3 dunkel. © Radio SRF
Ein Brand in einer Transformatorenstation hat am Dienstagmorgen die Stromversorgung im Zürcher Kreis 6 während rund anderthalb Stunden lahm gelegt. Vom Stromunterbruch betroffen waren 5400 Anschlüsse, darunter das Radiostudio von SRF3.

Bei der Einsatzzentrale von Schutz & Rettung war kurz vor 8.45 Uhr die Meldung eingegangen, dass in einem Schaltschrank der unterirdischen Transformatorenstation beim Irchelpark im Stadtkreis 6 ein Brand ausgebrochen sei. Nachdem die Stromzufuhr abgestellt war, konnte die Feuerwehr das Feuer mit CO2-Geräten löschen. Verletzt wurde niemand, wie Schutz & Rettung mitteilte.

Laut dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) führte der Brand ab 8.17 Uhr zu einem Stromunterbruch zwischen Irchel, Berninaplatz, Bucheggplatz sowie an der Wehntalerstrasse. Die Trams der Linien 11 und 15 mussten zwischen Bucheggplatz und Bahnhof Oerlikon zwischenzeitlich umgeleitet werden.

Vom Stromunterbruch betroffen war auch das Studio von Radio SRF3. So sass Moderatorin Mona Vetsch bei ihrer Moderation der Morgensendung plötzlich im Dunkeln. Das Programm konnte jedoch weiter ausgestrahlt werden.

Vetsch musste sich am Sendepult mit einer Lämplikette begnügen und nahm den Stromunterbruch offensichtlich gelassen. “Ach wie heimelig so ein Stromausfall doch ist”, liess sie ihre Hörer über Twitter wissen.

Kurz nach 9.15 Uhr konnten Spezialisten des ewz die ersten Gebiete schrittweise wieder mit Strom versorgen, wie Sprecher Harry Graf auf Anfrage sagte. Um 10.45 Uhr war die Störung vollständig behoben.

Was genau zum Brand geführt hat, ist noch unklar. Die Ursache wird durch den Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei sowie durch Detektive der Stadtpolizei Zürich abgeklärt.

Bereits vor 14 Tagen kam es in der Stadt Zürich zu einem flächendeckenden Stromausfall. Betroffen waren damals über 21’000 Anschlüsse in den Quartieren Wipkingen, Höngg, Unterstrasse und in der Altstadt.

Trams blieben stehen, Ampeln fielen aus und im Hauptbahnhof funktionierte nur noch die Notbeleuchtung. Grund für die Störung war ein Isolationsdefekt in der Mittelspannungsschaltanlage des Unterwerks Letten.

(SDA)


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