LafargeHolcim-CEO Olsen erfreut über Preiserhöhungen

Eric Olsen, Konzernchef von LafargeHolcim: "Unsere Märkte sind weiter makroökonomischen Risiken ausgesetzt. Wir halten unsere Vorgaben trotzdem ein und sind auf dem richtigen Weg, unsere Ziele für 2016 zu erreichen."
Eric Olsen, Konzernchef von LafargeHolcim: "Unsere Märkte sind weiter makroökonomischen Risiken ausgesetzt. Wir halten unsere Vorgaben trotzdem ein und sind auf dem richtigen Weg, unsere Ziele für 2016 zu erreichen." © KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER
Der Konzernchef von LafargeHolcim, Eric Olsen, zeigt sich an einer Telefonkonferenz am Donnerstag “ermutigt” vom Halbjahresresultat. Insbesondere im zweiten Quartal hätten Preiserhöhungen durchgesetzt werden können, was sich positiv auf die Marge ausgewirkt habe.

Auch die tieferen Energiepreise hätten LafargeHolcim geholfen profitabler zu werden, sagte Olsen. Als Folge davon stieg die um Merger-, Restrukturierungs- und andere Einmalkosten bereinigte betriebliche EBITDA-Marge im zweiten Quartal auf 23,4 Prozent, von 21,3 Prozent im Vorquartal.

Freude bereitet dem Konzernchef insbesondere das Geschäft in Indien. Olsen sprach gar von einer “Erfolgsgeschichte” im zweiten Quartal. Im aufstrebenden Markt konnte LafargeHolcim den bereinigten Betriebgewinn (EBITDA) auf vergleichbarer Basis um satte 36,5 Prozent steigern – unter anderem dank Preiserhöhungen und Kostensenkungen. Trotz Devestitionen sieht Olsen den Konzern gut positioniert “in einem Markt mit hohem Potential”.

Weniger erfreulich ist dagegen die Situation des Konzerns in Nigeria. Das Problem sei, dass LafargeHolcim dort sehr stark von Gas als Energiequelle abhängig sei, erläuterte Olsen. Streiks und Unterbrüche in der Gasversorgung hätten verhindert, dass der Konzern die Nachfrage habe bedienen können.

Der Zementhersteller will nun bis Ende Jahr in Nigeria die Abhängigkeit von Gas als Brennstoffquelle reduzieren und stattdessen auf Petrolkoks, Kohle oder alternative Brennstoffe setzen.

Alleine Nigeria sei im zweiten Quartal für einen Rückgang des bereinigten Betriebsgewinns (EBITDA) von 96 Millionen Franken auf vergleichbarer Basis verantwortlich gewesen, sagte der CEO. Ohne Nigeria wäre demnach das bereinigte EBITDA im Quartal um 13 Prozent, und nicht bloss um 6 Prozent gestiegen.

Über das ganze Halbjahr betrug der um Fusions- und Restrukturierungskosten bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) 2,529 Milliarden Franken gegenüber 2,711 Milliarden in den ersten sechs Monaten 2015. Auf vergleichbarer Basis entspricht diese einem Minus von 2,9 Prozent.

Im zweiten Quartal zeigte der Konzern jedoch aufsteigende Tendenz. Von April bis Juni stieg der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) auf vergleichbarer Basis um 6,0 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.

(SDA)


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