Lara Gut fühlt sich weniger einsam

Lara Gut hat am Sonntag die Kristallkugel für den Sieg im Gesamtweltcup entgegen genommen. Auf den Lorbeeren ausruhen will sich sich aber nicht (Archiv)
Lara Gut hat am Sonntag die Kristallkugel für den Sieg im Gesamtweltcup entgegen genommen. Auf den Lorbeeren ausruhen will sich sich aber nicht (Archiv) © /KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Die Skirennfahrerin Lara Gut hat am Sonntag in St. Moritz die Kristallkugel für den Gesamtweltcupsieg entgegen genommen. Erleichterung verspürt sie aber nicht. Ihre grosse Angst ist die Einsamkeit.

“Eigentlich verspüre ich keine Erleichterung”, sagte Lara Gut im Gespräch mit dem “Tages-Anzeiger”. Beim letzten Rennen sei sie an den Start gegangen und habe dabei keinen Augenblick daran gedacht, den Gesamtweltcup gewonnen zu haben. “Ich glaube auch nicht, dass ich den ganzen Sommer über denken werde, wie schön es doch ist, die grosse Kugel zu haben.”

Ihr Ziel bleibe vielmehr, noch besser zu werden, betonte Gut. Es sei nicht ihr Ding, Emotionen zu transportieren. “Als Athletin ist es wichtig, dass ich mich auf das Nötige konzentriere.”

Dank ihren Erfolgen hat sich Gut dieses Jahr allerdings weniger einsam gefühlt. “Als Spitzensportlerin kann mir das schon ab und zu passieren.” Zum Glück habe sie “eine super Familie, ein super Team und Umfeld”.

Es hätten ihr auch Athleten gratuliert, von denen sie das nie gedacht hätte, sagt die 24-jährige Tessinerin. “Ich habe viel Energie von vielen Leuten bekommen und hoffe, dass ich das mitnehmen kann in den nächsten Winter – damit ich mich nicht einsam fühle.”

(SDA)


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