Lara Gut mahnt sich selbst, geduldig zu sein

Lara Gut im Ziel in Val d'Isère
Lara Gut im Ziel in Val d'Isère © KEYSTONE/AP/MARCO TACCA
Lara Gut beklagt nach dem Rennwochenende in Val d’Isère, dass noch nicht alles so automatisch wie vor der Knieverletzung funktioniert, und fordert von sich selbst, geduldig zu sein.

Lara Gut verpasste am Sonntag im zweiten Super-G in Val d’Isère einen Podestplatz nur um 13 Hundertstel, zu Siegerin Anna Veith fehlten ihr 0,64 Sekunden. Die Tessinerin verabschiedete sich danach mit gemischten Gefühlen von Val d’Isère. Die Vorjahressiegerin im Super-G auf der Piste Oreiller-Killy hatte sich doch etwas mehr als die Ränge 9 (am Samstag) und 4 erhofft.

Um um den Sieg zu kämpfen, oder zumindest zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem Podest zu stehen, sei sie aber «zu wenig sauber» auf den Ski gestanden. «Die guten Schwünge sind noch nicht so automatisiert und selbstverständlich wie früher», musste Gut erkennen.

Am Sonntag erinnerte sich die 23-fache Weltcupsieger gleich selbst daran, dass sie nach ihrer im Februar erlittenen Knieverletzung eben Geduld haben müsse. Allerdings sei es das Schwierigste, «nicht zu forcieren», sondern darauf zu vertrauen, dass der Renninstinkt «möglichst bald» wieder zurückkomme.

Die nächsten Gelegenheiten dafür ergeben sich im französischen Courchevel, wo am Dienstag ein Riesenslalom und am Mittwoch ein Parallelslalom stattfinden. Gut plant, beide Rennen zu bestreiten.

Wie am Samstag klassierte sich Michelle Gisin in Val d’Isère auch 24 Stunden später unmittelbar hinter Gut, womit sie ihr zweitbestes Weltcup-Ergebnis in dieser Disziplin erreichte. «Sensationell und keinesfalls selbstverständlich», lautete die Einschätzung der Obwaldnerin danach. Dass nicht wie in St. Moritz, wo sie hinter Jasmine Flury Zweite geworden war, eine weitere Top-3-Platzierung herausschaute, war einem Fehler im mittleren Teil geschuldet. «Da war ich etwas zu direkt unterwegs», so Gisins Kürzest-Analyse.

Nach Courchevel, wo sie ihren ersten Riesenslalom seit fast einem Jahr bestreiten wird, geht es für Gisin darum, den Fokus in der kurzen Weihnachtspause nicht zu verlieren: «Ich stehe momentan wirklich gut auf den Ski. Diesen ganzen Drive muss ich mitnehmen.» Sie dürfe nicht anfangen, “herumzuhühnern, wie es meine Schwester (Dominique Gisin) manchmal nennt”.

(SDA)


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