Lateinamerikanisches Flair für St.Gallen

Das Lateinamerikanische Filmfestival wird bereits zum achten Mal durchgeführt.
Das Lateinamerikanische Filmfestival wird bereits zum achten Mal durchgeführt. © (zVg)
Während der nächsten fünf Tage bereichert das Lateinamerikanische Filmfestival «Pantalla Latina» das Kulturgeschehen in St.Gallen. Insgesamt gibt es bei der achten Ausgabe des Festivals 18 Spielfilme und 14 Kurzfilme im Kino Rex zu sehen.

Von heute Abend bis zum 20. November kommen Cineasten in St.Gallen auf ihre Kosten. Das Lateinamerikanische Filmfestival «Pantalla Latina» zeigt über 30 Produktionen aus den Filmfabriken Süd- und Mittelamerikas.

Bereits im Vorfeld hatte das Festivalteam ausserordentlich viel zu tun – alleine für die Kurzfilmkategorie musste aus 230 Einsendungen aussortiert werden. Dem Publikum im Kino Rex werden nun die ausgewählten Filme gezeigt. Darunter fallen Krimis und Komödien genauso wie Roadmovies und Dokumentationen.

«Wir freuen uns auf viele Besucher, die den Weg zu uns finden», sagt die Direktorin des Festivals, Alma Zeller-Lopez. «Unser Festival hat eine fast schon familiäre Atmosphäre. »

Blühendes Kino

Die Werke, die beim Filmfestival «Pantalla Latina» gezeigt werden, stammen aus Peru, Mexiko, Kolumbien, Argentinien, Costa Rica, Ecuador, Chile, Brasilien, Bolivien, Venezuela, Panama, Uruguay, Guatemala, El Salvador und Kuba. Zwölf lateinamerikanische Produktionen feiern bei dem Festival ihre Schweizer Uraufführung. Wie Kuba 50 Jahre nach der Revolution tickt, zeigt die Dokumentation «Transit Havana». Diese beleuchtet die kubanische Gesellschaft in besonderem Hinblick auf ihre sexuelle Öffnung.

«Die Vielfalt der Themen wird das Publikum überraschen», verrät die Direktorin. «Neben vielen Deutschschweizer Besuchern treffen sich bei dem Festival immer auch verschiedene lateinamerikanische Gruppen und verbreiten ihre Wärme und Fröhlichkeit.»

Vielseitiges Programm

Bei «Pantalla Latina» stehen nicht nur die Werke an sich, sondern auch deren Hintergrundgeschichten und Macher im Fokus. So werden einige Regisseure anwesend sein und Fragen aus dem Publikum beantworten.

Den musikalischen Auftakt gibt der Chor Appenzell zur Eröffnung am morgigen Mittwoch. Am Freitagnachmittag wird es Märchen auf Spanisch zu hören geben: Eine Stunde lang ist den kleinsten «Pantalleros» gewidmet. «Das ist unser Beitrag zur Förderung der spanischen Sprache und Literatur in der Stadtbibliothek», heisst es vonseiten der Organisatoren.

Der Samstagabend steht mit der «Noche argentina» ganz im Zeichen Argentiniens. Neben den beiden Filmen «Camino a La Paz» und dem oscarnominierten Streifen «El ciudadano Ilustre» gibt es eine Fotoausstellung und live Musik vom Duett «Las Argentinas».

Während der Dauer des Festivals wird die soganannte «Pantalla Bar» offen sein und lateinamerikanische Leckerbissen anbieten. Am letzten Tag des Festivals wird wieder der Preis für den besten Kurzfilm überreicht. Für die Organisatoren ist das gewissermassen «eine Qual der Wahl».

Zur Webseite des Filmfestivals «Pantalla Latina»

Trailer zu «Nunca vas a estar solo», einer chilenischen Produktion

Trailer zu «Camino a La Paz», einer argentinischer Komödie

Trailer zu «Hija de la Laguna», einer peruanischen Produktion

In der Dokumentation «Transit Havana» geht es um sexuelle Revolution

(cla)


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