Lausannes Klasse im Penaltyschiessen

Die Lausanner mit Pesonen (rechts) lassen sich feiern
Die Lausanner mit Pesonen (rechts) lassen sich feiern © KEYSTONE
Lausanne verspielt beim B-Spitzenklub Rapperswil-Jona zwar einen 2:0-Vorsprung, erreicht aber gleichwohl die Cup-Halbfinals mit 3:2 nach einem makellosen Penaltyschiessen.

0:2 lag Rapperswil-Jona früh zurück, ehe der Aussenseiter im Duell mit dem Playoff-Viertelfinalisten der letzten beiden Saisons ein Comeback im beeindruckenden Stil inszenierte. Ryan McGregor (16.) und teaminterne Topskorer Raphael Kuonen (27.) sorgten während einer länger anhaltenden Druckphase für den temporären Ausgleich, Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit vergab Michael Hügli den Rapperswiler Matchpuck.

Zunächst deutete wenig auf einen spannenden Abend hin. Zwei seiner ersten drei Angriffszüge hatte Lausanne, zuletzt in der der NLA während 156 Minuten torlos, wunschgemäss abgeschlossen. Der Finne Harri Pesonen spielte dabei eine Hauptrolle. Das 1:0 schoss er selber, Miévilles Treffer bereitete der Nordländer vor.

Nach dem klassischen Fehlstart reagierte Rapperswils Coach Jeff Tomlinson ohne Verzögerung und ersetzte seinen Stammkeeper Melvin Nyffeler in der 8. Minute durch Michael Tobler. Die personelle Massnahme zahlte sich aus. Die Ostschweizer, mit acht Siegen in Serie auf zweithöchster Ebene in Schwung gekommen wie seit Jahren nicht mehr, drehten auf.

Der Stellvertreter der Nummer 1 strahlte auf Anhieb mehr Sicherheit aus. In diversen 1:1-Situationen stoppte er die Romands in beeindruckender Manier. Und er profitierte auch davon, dass der B-Klub in zwei von drei Dritteln mehrheitlich die Zone der Westschweizer belagerte. Erst in der zweiten Zusatzschlaufe liess sich Tobler von den vier Waadtländer Shootout-Schützen zu einfach düpieren.

Das späte Out ist aus Sicht Rapperswils gleichwohl als Effort zu werten. Mit einem Sieg gegen Lugano und einem Penaltyschiessen gegen Lausanne war im Knock-out-Wettbewerb im Sommer nicht zu rechnen gewesen. Der Absturz in die Zweitklassigkeit nach 21-jähriger Ära im Kreis der Elite war nur schwer zu verkraften. Ein Exodus setzte ein, 13 neue Spieler kamen. Die Verantwortlichen zogen aber offenbar die richtigen Schlüsse.

Rapperswil-Jona Lakers – Lausanne 2:3 (1:2, 1:0, 0:0, 0:0) n.P.

3518 Zuschauer. – SR Wiegand, Wehrli, Bürgi/Wüst. – Tore: 2. Pesonen (Lardi) 0:1. 8. Miéville (Pesonen) 0:2. 16. McGregor (Rizzello, Profico/Ausschluss Miéville) 1:2. 27. Kuonen (Frei) 2:2. – Penaltyschiessen: Vogel -, Louhivaara 0:1; Profico 1:1, Miéville 1:2; Geyer -, Herren 1:3; Rizzello 2:3, Pesonen 2:4. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona, 5mal 2 Minuten gegen Lausanne.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler (8. Tobler); Sataric, Grieder; Profico, Lüthi; Geyer, Blatter; Grossniklaus, Zangger; McGregor, Schlagenhauf, Hügli; Aulin, Lucenius, Rizzello; Kuonen, Mason, Frei; Brandi, Vogel, Hüsler.

Lausanne: Caminada; Gobbi, Leeger; Genazzi, Lardi; Stalder, Trutmann; Jannik Fischer, Nodari; Roberts, Hytönen, Déruns; Louhivaara, Miéville, Pesonen; Antonietti, Froidevaux, Herren; Kneubühler, Savary, Simon Fischer.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Schmutz, Schommer, Högger, Clark (alle verletzt), Lausanne ohne Augsburger, Danielsson, Conz, Bang, Walsky, Rytz (alle verletzt). 12. Pfostenschuss von Kuonen.

(SI)


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