Leichen in Österreich: War es erweiterter Suizid?

Polizeibilder vom Fund der zwei Koffer mit Leichenteilen drin.
Polizeibilder vom Fund der zwei Koffer mit Leichenteilen drin. © Keystone, Werner Kersbaummayr
Im rätselhaften Fall der zwei Leichen vom Traunsee in Österreich geht die Polizei von einem erweiterten Suizid aus. Die etwa 70-jährige Frau sei erst erdrosselt, danach zerstückelt und im See versenkt worden, teilte die Staatsanwältin am Dienstag mit.

Der Mann, dessen Leiche am Montag aus dem See bei Gmunden von Tauchern geborgen worden war, war ertrunken. Der Mann hatte an beiden Händen Taschen festgebunden, die mit Steinen und einem Betonklotz beschwert waren. In dem Klotz war laut Behörden der Kopf der getöteten Frau einbetoniert. Die Identität der beiden Toten steht noch nicht fest.

Von erweitertem Suizid spricht man, wenn die Täterin oder der Täter Drittpersonen tötet, bei denen das Einverständnis zum Sterben allerdings nicht vorliegt. Das Germanwings-Unglück vom März 2015, bei dem der Co-Pilot das Flugzeug absichtlich zum Absturz brachte, war auch erweiterter Suizid.

Der aktuelle Fall in Österreich war ins Rollen gekommen, nachdem am Sonntag ein Passant und ein Polizeihund zwei Koffer mit Körperteilen einer weiblichen Leiche am Seeufer gefunden hatten.

(sda/uli)


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