Lesbenorganisation schreibt offenen Brief an Gölä

Poltert mal wieder gegen Andersdenkende: Gölä. (Archivbild)
Poltert mal wieder gegen Andersdenkende: Gölä. (Archivbild) © Keystone/SIGI TISCHLER
Mundartsänger Gölä inszeniert sich in der Öffentlichkeit als Arbeiter und Mann des Volkes mit konservativen Werten. Dabei schiesst er gerne gegen Andersdenkende. Nun erhält er Gegenwind von der Lesbenorganisation Schweiz (LOS).

Die Organisation hat sich in einem offenen Brief, der der sda vorliegt, an den selbsternannten «Büezer» gewandt. Grund dafür sind Göläs jüngste Aussagen in einem Interview mit der «Aargauer Zeitung» am Donnerstag. Ihn störe, dass heute «alles möglich, alles o.k.» sei: «Ob schwul, bisexuell, lesbisch oder sonst was. Wie in Sodom und Gomorrha. Und alles, was noch vor kurzem normal war, gilt heute als spiessig.»

Die Organisation bezeichnet die Aussagen des Berner Oberländers als «billige Provokation». Menschen zu diskriminieren aufgrund ihrer Geschlechtsidentität, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Behinderung, Hautfarbe, sozialen Schicht, Religion – das gehe gar nicht, schreibt die Organisation. Gölä wollte auf Anfrage von «Bluewin.ch» keine Stellung nehmen zum offenen Brief.

(SDA)


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