Hamilton fehlt wenig zur Titelverteidigung

Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton aus Grossbritannien freut sich über seinen Sieg Ende September beim GP von Japan in Suzuka.
Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton aus Grossbritannien freut sich über seinen Sieg Ende September beim GP von Japan in Suzuka. © KEYSTONE/AP/SHIZUO KAMBAYASHI
Lewis Hamilton kann sich in Austin im US-Bundesstaat Texas mit einem Cowboy-Hut auf dem Kopf vorzeitig zum Weltmeister krönen. Mit der Brechstange erzwingen will dies der Titelverteidiger aber nicht.

Ein Sieg vor seinem deutschen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg oder jedem anderen Fahrer ausser Sebastian Vettel – und Hamilton ist der WM-Titel nach dem Grand Prix der USA bereits nicht mehr zu nehmen. Der Brite würde dergestalt morgen Abend in die erlesene Riege der dreifachen Weltmeister aufsteigen. Vor der bevorstehenden Titelentscheidung wirkt der 42-fache Grand-Prix-Sieger ausgeglichen wie selten zuvor. “Ich weiss aus Erfahrung, dass in unserem Sport nichts erledigt ist, bis es wirklich soweit ist”, betont Hamilton vor dem viertletzten Saisonrennen.

2007, in seinem ersten Formel-1-Jahr, hatte er im letzten Rennen den Titel noch verspielt und ihn dem damaligen und heutigen Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen überlassen müssen. Er werde an diesem Wochenende in Austin “nichts als selbstverständlich ansehen”, meinte Hamilton daher. “Mir bleiben vier Rennen, um die Weltmeisterschaft abzusichern. Es zählt nur, dass mir das bis zur Zieldurchfahrt in Abu Dhabi (am 29. November, d. Red.) gelingt.”

Vor dem Grand Prix in der texanischen Hauptstadt, wo er zwei der drei bisherigen Rennen gewonnen hat, weist Hamilton in der WM-Gesamtwertung 66 Punkte mehr auf als Vettel. Der Deutsche wird in der Startaufstellung im Ferrari wegen eines Motorwechsels um zehn Positionen zurückversetzt. Als Dritter liegt Rosberg 73 Zähler hinter Hamilton zurück. “Ich bin heiss darauf, auf die Strecke zu fahren und mein Bestes zu geben”, so Hamilton. Seit dem Saisonstart 2014 hat der Engländer 20 der seither ausgetragenen 34 Grands Prix für sich entschieden.

Eine Titelfeier in den USA würde fraglos zu Hamilton passen. Der 30-Jährige ist einer, der Glamour versprüht und vor allem auch versprühen will und sich gerne mit Hollywood-Stars zeigt.

(SI)


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