Liechtenstein zieht 5500 Reisepässe zurück

Fehlerhafte Chips in den Pässen des Fürstentums Liechtenstein sorgen für Probleme beim Reisen.
Fehlerhafte Chips in den Pässen des Fürstentums Liechtenstein sorgen für Probleme beim Reisen. © Vector international passport with Liechtenstein visa
In den letzten drei Jahren wurden im Fürstentum Liechtenstein Reisepässe ausgestellt, die Probleme beim Passieren von E-Gates verursachen. Der Grund ist ein fehlerhaftes elektronisches Zertifikat auf einem Chip.

Das Fürstentum Liechtenstein ruft 5500 Pässe zurück. Alle Pässe, die zwischen dem 29. April 2015 und dem 11. Januar 2018 ausgestellt wurden, sind fehlerhaft, wie die Landesverwaltung Liechtenstein am Freitag mitteilt. Die Pässe enthalten ein elektronisches Zertifikat, das den aktuellen Anforderungen nicht vollumfänglich genügt. Die Benutzung von e-Gates ist mit diesen Pässen vielfach nicht oder nur erschwert möglich.

Vielreiser sollten schnell handeln

Das Ausländer- und Passamt wird die betroffenen Passinhaber während den nächsten Monaten anschreiben. Allerdings empfiehlt das Amt all jenen Personen, die viel reisen und regelmässig E-Gates nutzen, nicht auf das Informationsschreiben zu warten und den Austausch schnellst möglich vorzunehmen.

Fingerabdrücke abgeben

Alle Personen, die einen neuen Pass brauchen, müssen persönlich beim Schalter erscheinen, denn die Fingerabdrücke werden aus Datenschutzgründen nicht länger als 30 Tage gespeichert. Der Austauschpass wird für Erwachsene mit einer Laufzeit von zehn Jahren versehen. Die Kosten für die neuen Pässen müssen nicht die Passinhaber bezahlen, sondern werden von den externen Lieferanten übernommen.

(agm)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen