Linksautonome dringen in geschlossene Bars in Zürich ein

Die "Züri-Bar" und das "Kon-Tiki" wurden Ende 2015 geschlossen. Am Samstag drangen über 30 Personen in die Lokale ein. (Archiv)
Die "Züri-Bar" und das "Kon-Tiki" wurden Ende 2015 geschlossen. Am Samstag drangen über 30 Personen in die Lokale ein. (Archiv) © KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Mehrere Linksautonome haben versucht, die geschlossenen Zürcher Bars “Kon-Tiki” und “Züri-Bar” noch einmal aufleben zu lassen. Sie verschafften sich widerrechtlich Zutritt zu den Lokalen. Die Stadtpolizei beendete die Aktion und nahm 34 Personen vorläufig fest.

Mehrere Personen aus dem linksautonomen Umfeld hätten sich am Samstagmittag gewaltsam Zutritt zu den seit Ende 2015 geschlossenen Lokalen im Zürcher Niederdorf verschafft, teilte die Stadtpolizei Zürich am Samstag mit. Über verschiedene Kanäle sei zu Veranstaltungen in den beiden Bars aufgerufen worden.

Der Liegenschaftsbesitzer wies darauf hin, dass sich in den Barräumlichkeiten und den Nebenräumen “noch Inventar sowie alkoholische Getränke im Wert von mehreren zehntausend Franken befänden”, wie die Polizei schreibt. Zudem seien die Häuser, in denen sich die Lokale befinden, in den oberen Stockwerken bewohnt. Der Besitzer der Liegenschaften stellte daher Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs.

Daraufhin räumte die Polizei die beiden Bars und nahm die 34 Eindringlinge vorläufig fest. Der Einsatz sei friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Niederdorfstrasse musste vorübergehend abgesperrt werden.

(SDA)


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