Feliciano Lopez stoppt Rasta-Mann Brown

Auf dem Weg nach vorne: Feliciano Lopez steht zum zweiten Mal im Final des Swiss Open in Gstaad
Auf dem Weg nach vorne: Feliciano Lopez steht zum zweiten Mal im Final des Swiss Open in Gstaad © KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Der topgesetzte Spanier Feliciano Lopez erreicht standesgemäss als erster Spieler den Final des Swiss Open in Gstaad. Die Weltnummer 21 trifft im Final auf Robin Haase.Lopez schaltete den überraschenden Deutsch-Jamaikaner Dustin Brown (ATP 99) nach einem Fehlstart 4:6, 6:3, 6:3 aus.

Für den vierfachen ATP-Turniersieger Lopez ist es der 14. Final, der zweite in Gstaad nach 2006. Auf Sand hat der 34-jährige Linkshänder allerdings noch keinen Titel vorzuweisen.

Im ersten Satz brillierte Brown mit seinem bekannt spektakulären Tennis. Es unterliefen ihm zwar 19 unerzwungene Fehler, doch er schlug auch 20 Winner. Zudem war er sehr effizient und nützte seine einzige Breakchance zum 3:2. Ab dem zweiten Satz fand der Spanier aber besser ins Spiel. Spätestens nach seinem ersten Break zum 5:3 war er der Chef auf dem Platz.

Im entscheidenden Durchgang nahm er Brown mit einem schnellen im ersten Game den Wind endgültig aus den Segeln. Beim ersten Matchball nach genau eineinhalb Stunden unterlief Brown dann ein Doppelfehler – natürlich mit vollem Risiko.

Nach seinem zweiten Finaleinzug in Gstaad wünschte sich Lopez mit einem schelmischen Grinsen, dass der zweite Halbfinal zwischen dem Franzosen Paul-Henri Mathieu (ATP 60) und dem Niederländer Robin Haase (ATP 95) “sehr, sehr lange dauern” möge. Es kam für den Frauenschwarm, der vor einem Jahr ein Fotomodel heiratete, aber anscheinend bereits in einer ernsthaften Ehekrise steckt, noch besser. Erst über sieben Stunden später stand sein Finalgegner bei der 101. Austragung des Traditionsturniers im Berner Oberland fest.

Mathieu, dem Gstaad-Sieger von 2007, ging gegen Haase, der 2013 den Final gegen Michail Juschni verloren hat, am Ende etwas die Luft aus, nachdem er bereits am Freitagabend bis zum Einbruch der Dunkelheit gekämpft hatte. Der aufschlagstarke Haase setzte sich in einer ausgeglichenen Partie mit nur je einem Break gleich zu Beginn des zweiten Satzes in zwei Tiebreaks 7:6 (7:5), 7:6 (7:2) durch.

(SDA)


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