Lufthansa-Flugbegleiter weiten Streik am Montag weiter aus

Ufo-Vorsitzender Nicoley Baublies: "Es ist schwer davon auszugehen, dass der Streik wie geplant bis Freitag fortgesetzt wird" (Archiv).
Ufo-Vorsitzender Nicoley Baublies: "Es ist schwer davon auszugehen, dass der Streik wie geplant bis Freitag fortgesetzt wird" (Archiv). © KEYSTONE/EPA/ARNE DEDERT
Schwere Zeiten für Lufthansa-Passagiere: Die Kabinengewerkschaft Ufo weitet ihre Streiks am Montag aus. Neben Frankfurt und Düsseldorf ist auch München betroffen. Gemäss Lufthansa fallen 929 der geplanten 3000 Verbindungen aus, rund 113’000 Passagiere sind betroffen.

München war wegen des Endes der Herbstferien in Bayern zunächst vom Streik verschont worden. Die Mitglieder seien von 4.30 Uhr an zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, teilte die Gewerkschaft Ufo mit. In Frankfurt und Düsseldorf werde bis 23.00 Uhr gestreikt, in München bis Mitternacht.

“Alle Lufthansa-Flüge, die an einem dieser Flughäfen starten oder landen sollen, werden bestreikt”, sagte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies.

Nach den Gesprächen am vergangenen Donnerstag habe es keinerlei Kontakt mehr zur Lufthansa gegeben, sagte Baublies: “Derzeit ist alles nur Propaganda, die Lufthansa macht Stimmung gegen Ufo.” Dieser Darstellung widersprach eine Lufthansa-Sprecherin. Sie kündigte zugleich an, im Laufe des Tages werde ein Sonderflugplan erarbeitet.

Es sei”schwer davon auszugehen, dass der Streik wie geplant bis Freitag fortgesetzt wird”, sagte Baublies. Am Montag werde Ufo bekanntgeben, ob es Teilbereiche gebe, die ab Dienstag vom Streik ausgenommen sind.

Hauptstreitpunkt im Arbeitskonflikt sind die Regelungen zur Frührente für die Flugbegleiter. Die Fluglinie argumentiert, dass die bisherige Finanzierung wegen der niedrigen Zinsen und der im Branchenvergleich hohen Kosten der Lufthansa nicht mehr tragbar sei.

Die Gewerkschaft verweist dagegen auf den Rekordgewinn, den die Fluggesellschaft für dieses Jahr in Aussicht gestellt hat. Harte Einschnitte wie von der Konzernspitze geplant seien unnötig, da die Lufthansa kein Sanierungsfall sei.

(SDA)


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