Lugano auswärts in Davos tor- und trostlos

HCD-Spieler Dario Simion zwischen Julien Vauclair (links) und Stefan Ulmer von Lugano.
HCD-Spieler Dario Simion zwischen Julien Vauclair (links) und Stefan Ulmer von Lugano. © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Der HC Lugano erlebt in Davos einen neuen Tiefpunkt. Bei der 0:5-Niederlage beim Meister bleiben die Tessiner erstmals in dieser Saison ohne Torerfolg und stecken weiter im Tabellenkeller fest. 

Lugano konnte vor knapp 4000 Zuschauern nicht von der langen Verletztenliste des HC Davos (u.a. Abwehrchef Félicien Du Bois und der letztjährige Topskorer Marcus Paulsson) profitieren. Eine gute halbe Stunde lang hielten die Tessiner passabel mit, doch der Führungstreffer der Davoser durch einen Schuss von Marc Wieser aus halbrechter Position in der 33. Minute bedeutete bereits eine kleine Vorentscheidung. Offensiv waren die auch ohne den verletzten Damien Brunner auf dem Papier erstklassig bestückten Angriffsreihen der Luganesi erschreckend harmlos. HCD-Goalie musste für seinen ersten Shutout der Saison 21 Schüsse abwehren.

Nachdem Mauro Jörg und Perttu Lindgren kurz vor und kurz nach der zweiten Pause auf 3:0 erhöht hatten, setzte Lugano-Coach alles auf eine Karte. Bereits acht Minuten vor Schluss nahm er bei einem eigenen Powerplay Goalie Elvis Merzlikins vom Eis – ohne Erfolg. Auch mit zwei – und kurze Zeit sogar drei – Feldspielern mehr auf dem Eis, kamen die Luganesi kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Es war im Gegenteil Jörg, der mit seinem zweiten Tor des Abends für die endgültige Entscheidung sorgte. Danach erhöhte Gregory Sciaroni sogar noch auf 5:0.

Der völlig fehlende offensive Output muss die Tessiner speziell nachdenklich stimmen, weil Davos mit zwei Junioren des EV Zug in der Verteidigung spielte. Silvio Schmutz und Marco Forrer kamen so zu ihren ersten Einsätzen in der NLA. Auch von seinen Landsleuten Linus Klasen, Fredrik Pettersson und Tony Martensson sah der nach Davos gereiste schwedische Nationalcoach Pär Marts herzlich wenig.

Nach der fünften Pleite in den letzten sechs Spielen müssen der HC Lugano und sein Coach Patrick Fischer ernsthaft über die Bücher. Auf der anderen Seite kann Arno Del Curto, der gestern bekannt gab, dass er auch nächste Saison an der HCD-Bande stehen wird, etwas durchschnaufen. Lugano kam gerade recht, um den Bündnern den zweiten Sieg in den letzten sechs Partien zu gestatten.

Davos – Lugano 5:0 (0:0, 2:0, 3:0)

3989 Zuschauer. – SR Kurmann/Wehrli, Kovacs/Wüst. – Tore: 33. Marc Wieser (Lindgren, Axelsson) 1:0. 40. (39:32) Jörg (Setoguchi) 2:0. 42. Lindgren (Axelsson, Marc Wieser) 3:0. 55. Jörg (Axelsson, Paschoud/Ausschluss Dino Wieser!) 4:0 (ins leere Tor). 57. Sciaroni (Lindgren) 5:0. – Strafen: 5mal 2 MInuten gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Lugano. – PostFinance-Topskorer: Lindgren; Pettersson.

Davos: Genoni; Brejcak, Jung; Heldner, Forster; Schneeberger, Silvio Schmutz; Paschoud, Forrer; Sciaroni, Walser, Ambühl; Marc Wieser, Lindgren, Axelsson; Simion, Aeschlimann, Jörg; Setoguchi, Dino Wieser; Ryser.

Lugano: Merzlikins; Ulmer, Furrer; Chiesa, Vauclair; Hirschi, Kparghai; Sartori, Kienzle; Pettersson, Martensson, Klasen; Fazzini, Filppula, Hofmann; Kostner, Sannitz, Bertaggia; Morini, Romanenghi, Reuille.

Bemerkungen: Davos ohne Guerra, Corvi, Kindschi, Du Bois und Paulsson, Lugano ohne Steinmann, Walker und Brunner (alle verletzt). Davos mit den ausgeliehenen Zug-Junioren Silvio Schmutz und Marco Forrer. 54. Timeout Lugano. Lugano von 52:10 bis 53:06 und von 53:36 bis 54:37 ohne Torhüter. Bertaggia im 1. Drittel verletzt ausgeschieden. Schwedens Nationalcoach Pär Marts auf der Tribüne.

(SI)

 

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