Höchststrafe für die ZSC Lions, Lugano erstmals seit 2006 weiter

Nach zehn Jahren wieder einmal im Halbfinal: der HC Lugano (mit Julien Vauclair, links) und Grégory Hofmann
Nach zehn Jahren wieder einmal im Halbfinal: der HC Lugano (mit Julien Vauclair, links) und Grégory Hofmann © KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU
Die ZSC Lions sorgen in den NLA-Playoffs für ein Novum: Die Zürcher scheiden als erster Qualifikationssieger überhaupt ohne einen Viertelfinal-Sieg aus. Neben Bern sind auch Davos und Lugano weiter.

Nach je einer Niederlage im Penaltyschiessen, in der regulären Spielzeit und in der Verlängerung kassierten die ZSC Lions in Spiel 4 in Bern die Höchststrafe. Sie verloren die Partie 0:3 und leisteten sich die Blamage, als einer der Titelfavoriten auf schnellstmöglichem Weg gescheitert zu sein. Für Bern, das sich die Playoff-Teilnahme regelrecht hatte erzittern müssen, trafen Andrew Ebbett (der Matchwinner aus Spiel 3) im ersten, Alain Berger im zweiten und Thomas Ruefenacht im letzten Drittel. Der SCB wird es im Halbfinal mit Davos zu tun bekommen.

So etwas wie historischen Wert hat insbesondere das Weiterkommen von Lugano, das sich gegen Zug 5:4 durchsetzte. Die Tessiner hatten letztmals im Frühjahr 2006 eine Playoff-Serie gewonnen (4:3 gegen Ambri nach 0:3-Rückstand). Danach wurden sie auch Meister. Beim entscheidenden vierten Sieg gegen den EVZ machte Lugano, der Fünfte der Qualifikation, im Mitteldrittel innert 90 Sekunden aus einem 1:2 ein 4:2. Zug stand in dieser Phase der Partie völlig neben den (Schlitt-)Schuhen. Den ersten Torschuss im zweiten Abschnitt brachten die Innerschweizer nach 31 Minuten zustande. Bis zur 57. Minute glichen sie das Geschehen wieder aus, ehe dem ehemaligen Zuger Damien Brunner nur 21 Sekunden nach dem 4:4 der Siegtreffer gelang.

Die entscheidenden Figuren beim Halbfinal-Einzug des HC Davos gegen die Kloten Flyers (4:1 im vierten Spiel) trugen den Nachnamen Wieser. Je ein Powerplay-Tor von Dino (7.) und seinem älteren Bruder Marc (32.) brachten den HCD auf Kurs. Dino Wieser und Perttu Lindgren machten mit Treffern ins leere Tor in der letzten Minute alles klar.

Noch nicht entschieden ist einzig das Westschweizer Duell. Fribourg verkürzte mit dem 3:0 im Heimspiel gegen Genève-Servette in der Serie auf 1:3. Marc Abplanalp und Colby Genoway stellten mit einer Doublette innert 195 Sekunden (34./37.) auf 2:0, Marc-Antoine Pouliot traf 1:09 Minuten vor Schluss in Unterzahl ins leere Tor. Die fünfte Partie findet am Samstagabend in Genf statt.

(SDA)


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