Lugano rettet sich, Zürich steigt ab

Zum Saisonschluss fallen die Würfel gegen den FCZ. Die Zürcher steigen trotz des 3:1-Heimsieges gegen Vaduz nach 28 Jahren ab. Lugano bleibt mit einem 3:0 gegen St. Gallen einen Punkt voraus.Die zweite Entscheidung in der 36.

und letzten Super-League-Runde betraf die Qualifikation für die Europa League. Den letzten verbleibenden Platz sicherten sich die Grasshoppers mit einem 1:0-Sieg bei Meister Basel.

Zürich musste auf Schützenhilfe des FC St. Gallen hoffen, um nach 1988 nicht ein zweites Mal in der Klubgeschichte abzusteigen. Doch die gab es nicht. Lugano führte gegen die Ostschweizer bereits nach 11 Minuten 2:0 und siegte am Ende 3:0. Das Team des 69-jährigen Trainers Zeman schaffte damit aus eigener Kraft den Ligaerhalt.

Zürich, das für die letzten drei Spiele Trainer Uli Forte als Feuerwehrmann für Sami Hyypiä engagiert hatte, nützte der erst siebte Saisonsieg gegen den zuvor geretteten FC Vaduz überhaupt nichts. Kecojevic (67.), Buff (68.) und Philippe Koch (77.) verhinderten nach Avdijajs Gäste-Führung (58.) vor 16’000 Fans wenigstens mit drei Toren innerhalb von 10 Minuten die 17. Niederlage.

Ancillo Canepa, Präsident und Sportchef in Personalunion, erkannte wohl den Ernst der Lage zu spät und kann jetzt nur hoffen, dass sich sein Verein am Sonntag im eigenen Stadion wenigstens über den Cupsieg gegen Lugano direkt für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert.

Weil GC in Basel siegte, sank die Stimmung im FC Sion auf den Nullpunkt. Die Walliser führten zwar dank zwei Toren von Gekas in Luzern mit 2:0, mussten aber noch den Ausgleich hinnehmen. Sion geht in Sache Europacup leer aus.

Im einzigen unbedeutenden Spiel der letzten Runde gewann der Tabellenzweite YB im Berner Oberland gegen Thun mit 3:0. YB-Topskorer Guillaume Hoarau erzielte zwar seinen 18. Saisontreffer, musste die Torjägerkrone aber GC-Stürmer Munas Dabbur überlassen.

Der FC Basel erlebte trotz der Niederlage eine phantastische Meisterfeier. Kein Geringerer als Roger Federer ehrte auf dem Platz die Spieler. Der bekennende FCB-Fan überreichte auch den Meisterpokal.

Resultate: Basel – Grasshoppers 0:1 (0:1). Luzern – Sion 2:2 (0:1). Lugano – St. Gallen 3:0 (2:0). Thun – Young Boys 0:3 (0:1). Zürich – Vaduz 3:1 (0:0).

Rangliste: 1. Basel 36/83 (88:38). 2. Young Boys 36/69 (78:47). 3. Luzern 36/54 (59:50). 4. Grasshoppers 36/53 (65:56). 5. Sion 36/50 (52:49). 6. Thun 36/41 (45:54). 7. St. Gallen 36/38 (41:66). 8. Vaduz 36/36 (44:60). 9. Lugano 36/35 (46:75). 10. Zürich 36/34 (48:71).

(SDA)


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