Lugano schafft wohl rechtzeitig die Wende

Endlich hatten die Luganesi wieder Grund zur Freude
Endlich hatten die Luganesi wieder Grund zur Freude © Keystone/TI-PRESS/CARLO REGUZZI
Nach drei Kanterniederlagen in Serie glückt dem FC Lugano die Wende, um im anstehenden Abstiegskampf bestehen zu können. Die Tessiner gewinnen das Heimspiel gegen Thun verdientermassen 2:1.

Luganos Trainer Zdenek Zeman liess seine Mannschaft exakt das umsetzen, was er nach den drei bitteren Niederlagen (0:6 gegen Sion, 0:7 bei den Young Boys, 1:4 gegen Basel) ankündigte: ein einfacheres Spiel, eine auf Sicherheit und Reagieren ausgerichtete Spielweise, Verzicht auf jeden Versuch, das Spiel über weitere Strecken selber zu bestimmen.

Der Erfolg blieb nicht aus. Nachdem die Luganesi schon in der zweiten Halbzeit gegen Basel kein Tor mehr bekommen hatten (Zeman: “Das war für unsere Moral sehr gut”), begannen sie auch den Match gegen Thun mit einer soliden Ordnung. Ohne die Dominanz zu suchen, erarbeiteten sich die Tessiner Torchancen aus dem Spiel heraus. Zwei davon nutzte der Grieche Anastasios Donis für seine ersten zwei Tore in dieser Saison.

Die Thuner hatten die ersten drei Spiele der Saison gegen Lugano mit je einem Tor Unterschied gewonnen. Diesmal jedoch blieb ihre Leistung lange Zeit blass. Nach der Pause, als sie die Offensive suchen mussten, zeigten sich die Berner Oberländer dennoch. Die beste Chance vergab zunächst nach einer Stunde Simone Rapp, der seinen Flachschuss aus guter Position verzog. Rund zehn Minuten später schoss Simone Rapp auf Vorarbeit von Gonzalo Zarate das Tor zum 2:1. Diese Ergebnis widerspiegelte das Gezeigte gut.

Für die Tessiner geriet der eminent wichtige Vollerfolg in der Schlussphase nicht in Gefahr. Auch in den allerletzten Minuten nicht, zumal der Thuner Verteidiger Marco Bürki nach 86 Minuten mit Gelbrot des Feldes verwiesen worden war. Schon nach 52 Minuten hätte ein weiterer Thuner, Kevin Bigler, vom Platz gehört. Aber Schiedsrichter Nicolas Jancevski verschonte Bürki mit der zweiten Verwarnungen, die er ihm nach einem groben Foul hätte zeigen müssen.

Lugano – Thun 2:1 (2:0)

2633 Zuschauer. – SR Jancevski. – Tore: 23. Anastasios Donis (Alioski) 1:0. 33. Anastasios Donis (Piccinocchi) 2:0. 69. Rapp (Zarate) 2:1.

Lugano: Salvi; Pusic, Datkovic, Urbano, Alioski; Rey, Piccinocchi, Sabbatini (86. Crnigoj); Culina (79. Tosetti), Anastasios Donis, Bottani.

Thun: Faivre: Glarner, Sulmoni, Bürki, Schirinzi; Zarate, Bigler (52. Siegfried), Hediger, Rojas (58. Munsy); Rapp, Buess.

Bemerkungen: Lugano ohne Veseli (gesperrt), Padalino (verletzt), Rossi, Christos Donis und Djuric (beide nicht im Aufgebot). Thun ohne Wieser, Peyretti, Wittwer, Schindelholz, Sutter (alle verletzt) und Ferreira (krank). Gelb-Rote Karte: 86. Bürki. Verwarnungen: 16. Rey (Foul), 18. Bigler (Foul), 28. Bürki (Foul), 52. Sulmoni (Foul), 54. Datkovic (Unsportlichkeit), 54. Rapp (Unsportlichkeit), 65. Buess (Foul), 87. Pusic (Foul), 91. Crnigoj (Foul).

(SDA)


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