Lugano unter Shedden auf dem Vormarsch

Doug Shedden (rechts) feiert in seinem vierten Spiel als Lugano-Trainer bereits den dritten Sieg
Doug Shedden (rechts) feiert in seinem vierten Spiel als Lugano-Trainer bereits den dritten Sieg © KEYSTONE/TI-PRESS/FRANCESCA AGOSTA
Der HC Lugano befindet sich seit dem Trainerwechsel von Patrick Fischer zu Doug Shedden weiter auf dem Vormarsch. Nach dem 3:2-Heimsieg über die Kloten Flyers belegt Lugano wieder einen Playoff-Platz. 41 Tage lang, seit dem 3.

Oktober, hatte sich das als Geheimfavorit in die Meisterschaft gestartete Lugano unter dem Playoff-Strich befunden. Mit dem neuen Mann an der Bande wollen die Tessiner das Feld von hinten aufrollen. Unter Shedden gewann Lugano drei Spiele (von vier). Trotz vieler Absenzen ist es Shedden gelungen, während der Nationalmannschaftspause ein einfacheres System einzuüben. Der Erfolg ist offensichtlich: Auf den 6:2-Auswärtssieg in Lausanne folgte ein hochverdienter Sieg gegen die Kloten Flyers. Damien Brunner, Luganos wichtigster Einzelspieler, ist gegenüber der Ära Fischer nicht mehr wiederzuerkennen. Mit zwei Assists spielte Brunner auch gegen Kloten erneut eine Hauptrolle.

Lugano dominierte die Partie krass (38:17 Schüsse). Der 41-jährige Goalie Martin Gerber rettete die Klotener mit 35 Paraden vor einem möglichen Debakel. Nur dank Gerber durfte Kloten bis zum Schluss auf einen Punktgewinn hoffen. Denis Hollenstein (38.) und Vincent Praplan bei einem Pfostenschuss (47.) verpassten bei seltenen Gegenangriffen den 2:2-Ausgleich nur knapp. Und nach Linus Klasens scheinbar vorentscheidendem 3:1 (51.) kamen die Klotener durch Peter Guggisberg (55.) nochmals bis auf ein Tor heran. Im Finish konnten die Klotener sogar noch mit einem Akteur mehr auf dem Eis Powerplay spielen.

Am Ende resultierte für Kloten dennoch die vierte Niederlage hintereinander nach den Pleiten gegen Lausanne (4:5), die ZSC Lions (3:5) und Davos (1:3). Die Rückkehr von gleich vier Schlüsselspielern (Patrick von Gunten, Peter Guggisberg, Chad Kolarik und Romano Lemm) verhalf den Flyers noch nicht zu mehr Stabilität. Am Samstag spielt Kloten daheim gegen Bern.

Lugano – Kloten Flyers 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)

5426 Zuschauer. – SR Abegglen/Massy, Borga/Mollard. – Tore: 13. Leone (Obrist, Liniger) 0:1. 17. Walker (Chiesa, Klasen) 1:1. 32. (31:52) Martensson (Brunner, Klasen) 2:1. 51. (50:39) Klasen (Brunner/Ausschluss Santala) 3:1. 55. Guggisberg (Stoop) 3:2. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lugano, 6mal 2 plus 5 Minuten (Sheppard) plus Spieldauer (Sheppard) gegen Kloten Flyers. – PostFinance-Topskorer: Brunner; Kolarik.

Lugano: Merzlikins; Philippe Furrer, Chiesa; Kparghai, Hirschi; Julien Vauclair, Kienzle; Diego Kostner; Pettersson, Martensson, Gregory Hofmann; Brunner, Sannitz, Klasen; Reuille, Ilari Filppula, Walker; Fazzini, Morini, Bertaggia; Sartori.

Kloten Flyers: Martin Gerber; Frick, von Gunten; Erik Gustafsson, Back; Schelling, Harlacher; Stoop, Collenberg; Praplan, Santala, Hollenstein; Kolarik, Sheppard, Bieber; Guggisberg, Kellenberger, Romano Lemm; Leone, Liniger, Obrist.

Bemerkungen: Lugano ohne Ulmer (krank) und Steinmann (verletzt), Kloten Flyers ohne Hasani und Casutt (beide verletzt). – Pfostenschüsse: Fazzini (3.); Praplan (47.). – Ilari Filppula scheitert mit Penalty an Martin Gerber (31:09). – Timeouts: Lugano (50:03); Kloten (58:55).

(SI)


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