Lugano von Biel ausgebremst

Bieler Stolperstein: Marco Maurer legt Luganos Topskorer Fredrik Pettersson aufs Eis
Bieler Stolperstein: Marco Maurer legt Luganos Topskorer Fredrik Pettersson aufs Eis © KEYSTONE/PHOTOPRESS/PETER SCHNEIDER
Der EHC Biel gewinnt erstmals im Kalenderjahr 2016 ein Spiel – und dies gleich mit 6:2 gegen das formstarke Lugano. Matchwinner war der Schwede Pär Arlbrandt mit einem Tor und zwei Assists. Der EHC Biel erwachte mit einem regelrechten Knall aus seinem Winterschlaf.

Elf Minuten lang ging alles seinen in dieser Saison gewohnten Lauf, bis zur 12. Minute ging Lugano 2:0 in Führung. Die Seeländer brauchten jedoch nur zweieinhalb Minuten, um auszugleichen und gingen noch vor Ende des ersten Drittels in Führung. Zwischen dem 0:2 und dem 1:2 durch Igor Jelovacs erstes Saisontor vergingen nur 29 Sekunden.

Im mittleren Abschnitt sorgte das Team von Trainer Kevin Schläpfer dann für bereits für Vorentscheidung. In regelmässigen Abständen erhöhten Fabian Sutter, Raphael Herburger und Mathieu Tschantré auf 6:2. Für einmal funktionierte auch das Powerplay nach Wunsch. Beim 2:2 sass Damien Brunner auf der Strafbank, beim 5:2 und dem 6:2 der Lugano-Captain Steve Hirschi. Zudem waren diesmal auch die Bieler Ausländer eine echte Verstärkung. Maxime Macenauer erzielte den Ausgleich, indem er nach einem eigenen Schuss energisch nachsetzte und der PostFinance-Topskorer Pär Arlbrandt schoss das Game-Winning-Goal, sein erster Treffer nach einer neun Spiele dauernden Flaute, und liess sich zwei Assists gutschreiben.

Im Schlussdrittel brachten die Bieler den Sieg sicher über die Distanz. Sie feierten den ersten Dreipunkte-Erfolg seit dem 14. Dezember (5:2 in Davos) und schossen erst zum zweiten Mal in dieser Saison sechs oder mehr Tore. Zum Auftakt hatten sie in Kloten 7:3 gewonnen. Die heimischen Fans im neuen Stadion konnten erst zum sechsten Mal jubeln.

Biel – Lugano 6:2 (3:2, 3:0, 0:0)

5343 Zuschauer. – SR Massy/Stricker, Kovacs/Tscherrig. – Tore: 3. Dal Pian (Kostner) 0:1. 12. (11:11) Pettersson (Martensson, Klasen/Ausschlüsse Fabian Sutter, Maurer; Brunner) 0:2. 12. (11:40) Jelovac (Joggi/Ausschlüsse Maurer, Brunner) 1:2. 14. Macenauer (Moss/Ausschluss Brunner) 2:2. 20. (19:32) Arlbrandt (Macenauer) 3:2. 24. Fabian Sutter (Herburger) 4:2. 33. Herburger (Arlbrandt, Tschantré/Ausschluss Hirschi) 5:2. 40. (39:13) Tschantré (Haas, Arlbrandt/Ausschluss Hirschi) 6:2. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 4mal 2 Minuten gegen Lugano. – PostFinance-Topskorer: Arlbrandt; Pettersson.

Biel: Rytz; Jelovac, Wellinger; Maurer, Dufner; Dave Sutter, Huguenin; Nicholas Steiner, Jecker; Tschantré, Joggi, Lüthi; Arlbrandt, Macenauer, Moss; Rossi, Haas, Spylo; Herburger, Fabian Sutter, Berthon.

Lugano: Merzlikins; Ulmer, Vauclair; Chiesa, Kparghai; Kienzle, Hirschi; Sartori; Pettersson, Martensson, Klasen; Walker, Sannitz, Bertaggia; Brunner, Filppula, Hofmann; Kostner, Dal Pian, Reuille.

Bemerkungen: Biel ohne Fey, Wetzel (beide verletzt), Olausson (krank), Daniel Steiner und Ehrensperger (beide überzählig), Lugano ohne Morini, Steinmann, Furrer (alle verletzt) und Stapleton (überzähliger Ausländer). Schweigeminute für ehemaligen Bieler Trainer Stu Cruikshank (86). Pfostenschüsse: Kparghai (1.), Klasen (12.).

(SDA)


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