Luganos später Kraftakt im Derby

Hektik im Tessiner Derby: Luganos Linus Klasen (vorne) macht Druck auf das Ambri-Tor mit Goalie Sandro Zurkirchen und Adrian Trunz
Hektik im Tessiner Derby: Luganos Linus Klasen (vorne) macht Druck auf das Ambri-Tor mit Goalie Sandro Zurkirchen und Adrian Trunz © KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU
Lugano dreht im Südschweizer Gipfel gegen Ambri-Piotta spät auf und gewinnt dank einer Doublette von Linus Klasen 4:2.Bis zur 57. Minute hielt Ambri ein 2:2 und war auf Kurs, eine achte Niederlage in Folge in der Resega abzuwenden.

Zweimal führte der Aussenseiter gar, Lugano indes reagierte vehement. Patrick Sidlers 2:1 glich Luca Fazzini praktisch im Gegenzug aus.

Für den grossen Umschwung sorgte dann aber die schwedische Künstler-Fraktion Luganos. Nach einer Serie von Pfostenschüssen erzwang Linus Klasen in der 57. Minute das 3:2, Sekunden vor Schluss entzückte der Nordländer die Curva Nord mit einem Treffer ins leere Tor ein nächstes Mal.

Derweil die 7800 Tifosi die Bianconeri und ihren Coach Doug Shedden bejubelten, der im 30. Spiel seit seinem Einstieg in der herbstlichen Krise den 20. Sieg zelebrierte, drehten Ambri-Piottas Spieler schwer enttäuscht ab – sie hatten im Finish der Qualifikation trotz einer lange erstklassigen Performance gegen Lugano auch das dritte Auswärts-Derby verloren.

Vom zunächst positiven Einfluss von Hans Kossmann ist seit dem Jahreswechsel nicht mehr viel übrig geblieben. Die Inputs des neuen Trainers verflüchtigten sich, die Biancoblu verloren spürbar an Schwung. 2016 stagniert die Squadra aus dem Sopraceneri, von 15 hat sie verloren, im verzweifelten Kampf um den letzten Playoff-Platz droht erneut ein unfreundliches Ende.

Verloren hat Ambri in aber vorerst nur ein weiteres Duell mit dem Erzrivalen. Die Fehltritte häufen sich zwar, aber dank der Schwächen der Konkurrenz bleib die Option vorhanden, doch noch unter die Top 8 vorzustossen. Sowohl die Flyers als auch die seit Wochen taumelnden Berner stecken weiterhin in der Problemzone fest.

Ein prickelndes Schlussprogramm bahnt sich an – mit einer brisanten Schlusspointe: in der 50. und letzten Runde empfangen die Nord-Tessiner vor eigener Kulisse den HC Lugano.

Lugano – Ambri-Piotta 4:2 (0:1, 1:0, 3:1)

7800 Zuschauer (ausverkauft). – SR Vinnerborg/Wiegand, Fluri/Wüst. – Tore: 8. Fuchs (Birbaum) 0:1. 40. (39:13) Pettersson (Klasen) 1:1. 42. (41:35) Sidler (Bastl) 1:2. 42. (41:47) Fazzini (Hofmann) 2:2. 57. Klasen (Pettersson, Sannitz) 3:2. 60. (59:50) Klasen 4:2 (ins leere Tor). – Strafen: je 4mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Klasen; Mäenpää.

Lugano: Merzlikins; Vauclair, Ulmer; Furrer, Kienzle; Kparghai, Hirschi; Sartori: Klasen, Martensson, Pettersson; Hofmann, Stapleton, Fazzini; Reuille, Sannitz, Walker; Morini, Dal Pian, Kostner.

Ambri Piotta: Zurkirchen; Trunz, Sidler; Berger, Mäenpää; Gautschi, Birbaum; Zgraggen; Monnet, Hall, Lauper; Pestoni, Emmerton, Giroux; Bianchi, Kamber, Grassi; Duca, Fuchs, Lhotak.

Bemerkungen: Lugano ohne Brunner, Bertaggia, Steinmann, Manzato, Chiesa (verletzt), Lapièrre (überzählig), Ambri Piotta ohne Fora, Flückiger ( beide verletzt ), Stucki, Chavaillaz ( beide überzählig). Pfostenschüsse: Pettersson, Stapleton (beide 43.), Trunz (54.). Ambri ab 59:00 bis 50:09 und ab 59:20 bis 59:50 ohne Goalie.

(SDA)


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