“Christophorus” wacht wieder über Bern

Iwan Luginbühl, Sohn des Berner Künstlers Bernhard Luginbühl, installiert die Eisenskulptur "Christophorus" auf dem Bahnhofsplatz in Bern.
Iwan Luginbühl, Sohn des Berner Künstlers Bernhard Luginbühl, installiert die Eisenskulptur "Christophorus" auf dem Bahnhofsplatz in Bern. © Keystone/Peter Klaunzer
“Christophorus” ist nach acht Jahren Absenz in die Stadt Bern zurückgekehrt. Die rund sieben Meter hohe Eisenskulptur des 2011 verstorbenen Berner Künstlers Bernhard Luginbühl steht seit Mittwoch an neuem Standort auf dem Bahnhofplatz.

Der Bildhauer und Eisenplastiker Bernhard Luginbühl hatte die Skulptur 1991 auf dem Bahnhofplatz hinter der Heiliggeistkirche platziert. 2007, zu Beginn der Bauarbeiten für die Sanierung und Umgestaltung des Bahnhofplatzes, wurde “Christophorus” in den Skulpturenpark der Luginbühlstiftung in Mötschwil BE verlegt.

Nun begleiteten Luginbühls Söhne Brutus und Iwan die 6,5 Tonnen schwere Eisenskulptur am Mittwoch in die Stadt Bern zurück, wo sie beim Milchgässli neben dem Bahnhof auf ein Betonfundament gehievt wurde.

“Christophorus” ist eine Reverenz an die gleichnamige Figur aus Holz, die 350 Jahre lang im Christoffelturm stand. Als der Turm im 19. Jahrhundert dem neuen Bahnhofplatz weichen musste, wurde die Holzfigur mit Ausnahme des Kopfes verbrannt. Der Kopf befindet sich im Historischen Museum Bern.

Stadtpräsident Alexander Tschäppät erinnerte am Mittwoch daran, dass der heilige Christophorus als Schutzpatron für Reisende gilt, die einen Fluss überqueren müssen. Vor diesem Hintergrund sei die Skulptur 1991 kurz nach der Schaffung des ersten Fussgängerstreifens über den Bahnhofplatz hinter die Heiliggeistkirche platziert worden.

Auch am neuen Standort beim Milchgässli an der Seite des renovierten Burgerspitals könne “Christophorus” nun “auf Passanten auf dem gesamten Bahnhofplatz aufpassen.”

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen