Lukas Reimann angezeigt

Der St.Galler SVP-Nationalrat Lukas Reimann ist von der SBB verzeigt worden. Er hat sich für ein Foto auf die Abstellgeleise des Bahnhofs Wil begeben. Doch das ist illegal. Er findet die Reaktion der SBB übertrieben.

Lukas Reimann setzt sich für den Wiler Bahnhof ein uns äussert sich kritisch gegenüber der SBB. Für ein Interview mit den “Wiler Nachrichten” liess er sich auf den Abstellgeleisen am Bahnhof Wil fotografieren. Nun hat die SBB den Nationalrat und den Journalisten der “Wiler Nachrichten”, Stefan Feuerstein, verzeigt. Es ist nämlich verboten, sich auf den Geleisen aufzuhalten, auch wenn es Abstellgeleise sind.

Reimann und Feuerstein mussten zur Einvernahme auf den Polizeiposten Wil. Bereits nach zwanzig Minuten waren die beiden wieder draussen. “Es gibt auch nicht viel zu sagen”, sagt Lukas Reimann im Video (oben).

“Offenbar ist die Rechtsabteilung der SBB zu gross”, sagt Lukas Reimann zu dem Fall. Er findet, die SBB solle lieber die Ticketpreise senken und dafür die Rechtsabteilung des Unternehmens halbieren.

“Ich, die Polizei und die SBB selber haben doch Besseres zu tun”, meint er. Er deutet die Anzeige als politische Retourkutsche von der SBB. Er kritisierte die SBB mehrmals wegen dem Fahrplanwechsel. Es seien wieder Züge gestrichen worden, gleichzeitig steigen die Ticketpreise. Das sei nicht korrekt, sagte Reimann mehrmals, so auch in dem Artikel der “Wiler Nachrichten“, wo auch das Foto auf den Abstellgeleisen zu sehen ist.

Der Journalist Stefan Feuerstein, der das Bild gemacht hat, konnte es zuerst gar nicht glauben, dass er wegen dieser Sache verzeigt wurde. “Im Nachhinein ist es logisch.” Feuerstein zeigt Verständnis für die SBB. Trotzdem findet er die Reaktion etwas übertrieben. “Wir sind extra auf die Abstellgeleise gegangen und waren sehr vorsichtig”, sagt Feuerstein. “Es hätte nix passieren können”.

(red)


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