Luzern fertigt die Young Boys ab

Wird von seinen Luzerner Teamkollegen stürmisch gefeiert: Marco Schneuwly, der Torschütze zum 1:0
Wird von seinen Luzerner Teamkollegen stürmisch gefeiert: Marco Schneuwly, der Torschütze zum 1:0 © KEYSTONE/NICK SOLAND
Der FC Luzern feiert den ersten Heimsieg gegen die Young Boys seit Mai 2013. Durch das 3:1 können die Innerschweizer die Lücke zum Gegner in der Rangliste nahezu schliessen.

Nur ein Sieg aus den letzten sieben Partien hatte bei Luzern den Willen offenbar gestärkt, die erste Meisterschaftshälfte unbedingt mit einem Erfolg abschliessen zu wollen. Das Vorhaben ging auf. Mit dem schnellen Umschaltspiel brachte der FCL den Gegner vor allem über dessen linke Abwehrseite immer wieder in Bedrängnis. Bereits nach einer Viertelstunde führte Luzern durch Marco Schneuwlys sechstes Saisontor 1:0, entstanden war es nach einem schnellen Vorstoss über das besagte Couloir. Durch ein Eigentor von YB-Innenverteidiger Grégory Wüthrich und Remo Freulers ersten Saisontreffer baute Luzern in den ersten neun Minuten nach der Pause den Vorsprung auf 3:0 aus.

Das Aufbäumen der Gäste kam erst danach und fiel zu wenig heftig aus. Alexander Gerndt verkürzte per Kopf (63.), in der Schlussphase verpasste es der eigentlich formstarke Miralem Sulejmani mit einem schwach getretenen Foulpenalty, den Druck auf Luzern zusätzlich zu erhöhen. Für die Young Boys endete die turbulente Vorrunde mit dem Trainerwechsel Anfang August und mit dem frühen Ausscheiden in der Europa League und im Cup auch in der Meisterschaft mit einem negativen Touch.

Das 1:3 war zwar erst die zweite Super-League-Niederlage im elften Spiel unter Adi Hütter, aber die erste mit zwei Toren Unterschied. Vor allem musste YB den FC Luzern bis auf zwei Punkte aufschliessen lassen. Dabei hatte der Coach vor dem Duell mit den viertklassierten Innerschweizern explizit betont, sich in der Tabelle nach oben und nicht am Abstand zu Luzern orientieren zu wollen.

Es bleibt jener Eindruck haften, den die Young Boys in dieser Vorrunde oftmals hinterlassen haben: man wird nicht wirklich schlau daraus, wie stark diese Mannschaft wirklich ist. Eklatante Unterschiede der Leistungen in Heim- und Auswärtsspielen trugen dazu bei, dass YB, das auf diese Saison seine Saisonziele offensiv kommuniziert hatte, die Rückrunde mit mindestens zwölf Punkten Rückstand auf Leader Basel in Angriff nehmen muss.

Telegramm:

Luzern – Young Boys 3:1 (1:0)

11’828 Zuschauer. – SR Bieri. – Tore: 15. Schneuwly (Hyka) 1:0. 47. Wüthrich (Eigentor) 2:0. 56. Freuler (Schachten) 3:0. 63. Gerndt (Steffen) 3:1.

Luzern: Zibung; Schachten, Rogulj, Puljic, Thiesson; Kryeziu, Freuler; Hyka (88. Basha), Lezcano, Jantscher (69. Fandrich); Schneuwly (77. Haas).

Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Wüthrich (80. Gajic), Rochat, Benito (60. Sutter); Steffen, Bertone, Zakaria, Sulejmani; Gerndt, Kubo (60. Tabakovic).

Bemerkungen: Luzern ohne Arnold (verletzt), Brandenburger (rekonvaleszent) und Lustenberger (gesperrt), Young Boys ohne Hoarau, Seferi, von Bergen (verletzt) und Sanogo (gesperrt). 84. Zibung lenkt Foulpenalty von Sulejmani an den Pfosten. Verwarnungen: 7. Thiesson. 9. Benito. 53. Kryeziu (im nächsten Spiel gesperrt). 74. Wüthrich (im nächsten Spiel gesperrt). 80. Sutter. 91. Basha (alle wegen Fouls).

Super League. 18. Runde vom Samstag: Zürich – Sion 1:0 (1:0). Luzern – Young Boys 3:1 (1:0).

Rangliste: 1. Basel 17/40. 2. Grasshoppers 17/33. 3. Young Boys 18/28. 4. Luzern 18/26. 5. St. Gallen 17/22. 6. Sion 18/22. 7. Thun 17/20. 8. Zürich 18/17. 9. Lugano 17/16. 10. Vaduz 17/14.

(SI)


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