Luzerner Theater bekennt sich zum Salle-Modulable-Projekt

Das Inseli in Luzern mit dem KKL im Hintergrund. Hier soll das Neue Theater Luzern / Salle Modulable entstehen (Archiv)
Das Inseli in Luzern mit dem KKL im Hintergrund. Hier soll das Neue Theater Luzern / Salle Modulable entstehen (Archiv) © Keystone/ALEXANDRA WEY
Das Projekt Salle Modulable ist nun so weit verbessert worden, dass das Luzerner Theater darin eine Heimat finden könnte.

Das Vorhaben für einen flexibel nutzbaren Theaterneubau sei nun auch auf die Bedürfnisse eines produzierenden Theaters ausgerichtet, teilte die Stiftung Luzerner Theater am Freitag mit.

Mit der Salle Modulable will sich das auf Konzerte ausgerichtete Lucerne Festival auch mit innovativen Opern etablieren. Hauptnutzer des neuen Hauses soll indes das Luzerner Theater werden, dessen Haus an der Reuss ohne Investitionen von 40 bis 80 Millionen Franken langfristig nicht weiterbetrieben werden kann.

Vor knapp zwei Monaten erklärte die Stiftung aber, dass das Projekt Salle Modulable in seinem damaligen Planungsstand für das Luzerner Theater nicht brauchbar sei. Kritisiert wurden namentlich das Betriebs- und Raumkonzept.

Seither sind das Luzerner Theater, Lucerne Festival, das Sinfonieorchester, das Veranstaltungshaus Südpol und die Freie Szene, die alle das neue Haus sollen nutzen können, über die Bücher gegangen. Es seien überzeugende räumliche und technische Lösungen für ein produzierendes Theater gefunden worden, teilte die Stiftung Luzerner Theater mit. Diese ermöglichten Produktionen in diversen Grössen, hielten den Investitionsrahmen ein und entsprächen den Vorgaben des Mäzenen Butterfield Trust.

Mit den nun erzielten Verbesserungen stehe in der Salle Modulable allen Partner eine nachhaltige Weiterentwicklung der eigenen Identität offen, teilte die Stiftung Luzerner Theater weiter mit. Der Stiftungsrat sehe den Theaterneubau auf dem Inseli deshalb als grosse Chance, um dem Theater eine neue Heimat zu geben.

Das Luzerner Theater hatte kritisiert, dass es in der geplanten Salle Modulable an Nutzfläche fehle. Hierzu seien direkte Lösungen gefunden worden, oder sie sollten im Architekturwettbewerb gefunden werden, heisst es in der Mitteilung. Zudem sei die Saalkonfiguration überarbeitet worden. Der grosse Saal sei nun auch für die Freie Szene interessant.

Das erarbeitete Betriebsmodell sehe vor, dass das Haus künstlerisch massgeblich von einem Intendanten geprägt werde. Er stehe aber nicht über den Intendanten der beteiligten Nutzer, sondern die Intendanten würden partnerschaftlich zusammenarbeiten, schreibt die Stiftung Luzerner Theater.

Die Salle Modulabe kostet nach heutigem Planungsstand 208 Millionen Franken. Der Butterfield Trust soll daran 80 Millionen Franken beisteuern, die öffentliche Hand 93 Millionen. Der Rest soll von Privaten übernommen werden.

Beschlossen ist der Bau der Salle Modulable noch nicht. Erste Entscheide im kantonalen und städtischen Parlament sowie von den städtischen Stimmberechtigten sollen noch 2016 fallen.

(SDA)


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