Marcel Hirscher zum fünften Mal in Folge Weltcup-Gesamtsieger

Marcel Hirscher darf erneut jubeln
Marcel Hirscher darf erneut jubeln © KEYSTONE/EPA/ANTONIO BAT
Als erster Fahrer der Geschichte erringt Marcel Hirscher zum fünften Mal hintereinander die Weltcup-Gesamtwertung. Der Österreicher ist in den verbleibenden Rennen nicht mehr einzuholen.

Hirscher zeigte im zweiten Riesenslalom von Kranjska Gora nochmals eine grossartige Leistung.Der Salzburger gewann das Rennen 53 Hundertstel vor dem Franzosen Alexis Pinturault, der zuletzt vier Riesenslaloms in Folge für sich entschieden hatte. Damit holte Hirscher gleich zum dreifachen Schlag aus. Denn neben der Gesamtwertung steht er nun auch als Gewinner der Riesenslalom-Wertung fest.

Ausstehend sind im Gesamt-Weltcup zwar noch sieben Rennen, womit noch 700 Punkte zu gewinnen wären. Doch keiner der hinter Hirscher platzierten und theoretisch noch als Gegner in Frage kommenden Fahrer wird noch sieben Mal antreten. Der Norweger Henrik Kristoffersen und der Franzose Alexis Pinturault konzentrieren sich auf die drei verbleibenden technischen Rennen, Kjetil Jansrud hat nur noch die vier ausstehenden Speedrennen im Visier. Somit ist die Entscheidung definitiv gefallen.

Mit fünf grossen Kristallkugeln zieht Hirscher mit dem bisherigen Rekordhalter gleich. Auch Marc Girardelli hat die Weltcup-Gesamtwertung fünf Mal gewonnen. Er allerdings brauchte dafür etwas länger. Den ersten Titel sicherte sich der für Luxemburg startende Vorarlberger 1985, die fünfte grosse Kugel gewann er 1993.

Eine absolute Top-Leistung gelang dem 19-jährigen Loïc Meillard, der im ersten Lauf mit Nummer 34 trotz widriger Bedingungen den Sprung auf Position 14 geschafft hatte. Auch im zweiten Durchgang gab der Youngster Vollgas. Der Walliser verbesserte sich so in den 8. Schlussrang. In seinem erst elften Weltcuprennen fuhr er zum zweiten Mal in die Punkte. Seine persönliche Bestmarke (Platz 27 in Hinterstoder) unterbot das Ausnahmetalent deutlich.

Meillard war damit sogar der beste Schweizer, denn er konnte sich auch noch vor seinen Walliser Kollegen Justin Murisier setzen. Der hatte im ersten Lauf als Siebenter überrascht, fiel dann aber noch um drei Positionen in den 10. Rang zurück. Zehnter war Murisier schon tags zuvor geworden.

Carlo Janka konnte auch in seinem vierten Riesenslaloms punkten, doch als 22. war er weit unter Wert klassiert. Der Bündner, 17. bei Halbzeit, war im zweiten Lauf sehr gut unterwegs, doch durch einen kapitalen Fehler kam er beinahe zum Stillstand. Gino Caviezel hatte seine Chance schon im ersten Lauf verpasst. Als 31. fehlten ihm zwei Hundertstel zur Qualifikation für den zweiten Durchgang.

(SDA)


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