Machtdemonstration des Meisters

Davos-Spieler Ruben Rampazzo setzt sich gegen Klotens James Sheppard durch
Davos-Spieler Ruben Rampazzo setzt sich gegen Klotens James Sheppard durch © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Titelverteidiger Davos startet mit einer starken Leistung in die Playoffs.

Der Qualifikationszweite bezwingt die Kloten Flyers 4:1 dank je zwei Toren von Devin Setoguchi und Perttu Lindgren

Die Davoser überforderten die Flyers Mal für Mal mit ihrem aggressiven Forechecking und ihrer Schnelligkeit, zwangen die Gäste zu Fehlern. Dadurch öffneten sich ihnen Räume, die sie nutzten. Die Davoser hätten bereits nach dem ersten Drittel höher als mit 1:0 führen müssen. Das Tor erzielte in der 14. Minute Devin Setoguchi, der von Marc Aeschlimann herrlich im Slot bedient worden war.

Der Kanadier, 2005 von den San Jose Sharks als Nummer 8 gedraftet, schoss in der 26. Minute im Powerplay auch das 2:0. Es war allerdings kein typisches Überzahl-Tor, fiel es doch nach einem Konter. In der 29. Minute bediente Noah Schneeberger mit einem langen Pass Perttu Lindgren, der den Klotener Goalie Luca Boltshauser zwischen den Schonern erwischte. Zwar sah der 22-jährige Boltshauser, der wegen der verletzungsbedingten Absenz von Martin Gerber erstmals überhaupt in den NLA-Playoffs zum Einsatz kam, bei diesem Tor nicht gut aus, ansonsten vermochte er bei seiner Premiere jedoch zu überzeugen. An ihm lag es mit Sicherheit nicht.

Selbst das 1:3 von Vincent Praplan 63 Sekunden vor der zweiten Pause änderte an der Physiognomie des Spiels nichts. Der HCD dominierte auch in den letzten 20 Minuten klar; das 4:1 von Lindgren im Powerplay (52.) war insofern nichts als logisch. Neben den vier Toren verzeichneten die Bündner noch drei Pfosten- und zwei Lattenschüsse. Die Dominanz der Gastgeber unterstreicht auch das Schussverhältnis von 41:11. Allerdings verlor der HCD in der 52. Minute Alexandre Picard, der nach einem üblen Check gegen das Knie von Franco Collenberg nicht mehr weiterspielen konnte. Aufgrund der TV-Bilder könnte er durchaus länger ausfallen.

Davos – Kloten Flyers 4:1 (1:0, 2:1)

5597 Zuschauer. – SR Fischer/Stricker, Bürgi/Wüst. – Tore: 14. Setoguchi (Aeschlimann, Dino Wieser) 1:0. 26. Setoguchi (Picard, Forster/Ausschluss Gustafsson) 2:0. 29. Lindgren (Axelsson) 3:0. 39. Praplan (Hollenstein, Santala) 3:1. 52. Lindgren (Marc Wieser, Du Bois/Ausschluss Hollenstein) 4:1. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 plus 5 Minuten (Collenberg) plus Spieldauer (Collenberg) gegen die Kloten Flyers. – PostFinance-Topskorer: Lindgren; Santala.

Davos: Genoni; Heldner, Forster; Du Bois, Rampazzo; Schneeberger, Paschoud; Guerra; Ambühl, Walser, Picard; Marc Wieser, Lindgren, Axelsson; Setoguchi, Aeschlimann, Dino Wieser; Simion, Egli, Jörg; Kessler.

Kloten Flyers: Boltshauser; Frick, Gustafsson; Stoop, Von Gunten; Collenberg, Schelling; Harlacher; Praplan, Santala, Hollenstein; Kellenberger, Sheppard, Bieber; Guggisberg, Olimb, Casutt; Leon, Liniger, Obrist; Lemm.

Bemerkungen: Davos ohne Paulsson (gesperrt), Sciaroni, Corvi und Kindschi. Kloten Flyers ohne Hasani, Gerber, Back (alle verletzt), Kolarik (überzähliger Ausländer). – Pfosten-/Lattenschüsse: 10. Picard, 15. Lindgren, 38. Simion, 47. Jörg, 53. Marc Wieser. – 52. Picard verletzt ausgeschieden.

(SDA)


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