Mamma Mia: Pizza ist Unesco-Weltkulturerbe

Die Pizza Margherita kandidiert für den Titel «Unesco-Weltkulturerbe»
Die Pizza Margherita kandidiert für den Titel «Unesco-Weltkulturerbe» © iStock
Nun ist es offiziell: Die Pizza Margherita wurde zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Der italienische Verband sagte, die Pizza sei nicht eifach ein mit Tomatensauce bestrichener Brotfladen, vielmehr sei in ihr die Tradition und Kultur aus mehreren Jahrhunderten zusammengefasst.

Die Pizza wird in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Dies teilte der italienische Minister für Landwirtschaft und Ernährung, Maurizio Martina, nach der Entscheidung bei der Tagung des Unesco-Komitees auf der südkoreanischen Insel Jeju auf Twitter mit. «Vittoria!» («Sieg!») schrieb er dazu.

Die Initianten haben im Vorfeld betont, sie hätten sich für eine Kandidatur entschieden, weil es im Ausland viele Plagiatsfälle gäbe. Nun ist das gastronomische Wahrzeichen Italiens international geschützt.

Zwei Millionen Unterschriften sind zusammengekommen, um die Kandidatur der Pizza zu unterstützen. Doch nicht die Pizza selbst wird in die Liste der immateriellen Weltkulturgüter aufgenommen, sondern die Kunst der neapolitanischen Pizzabäcker.

Schweiz auch dabei

Auch die Schweiz ist in der Unesco-Liste vertreten. Die Basler Fasnacht wurde ebenfalls auf der Liste der immateriellen Kulturgüter aufgenommen. Dies ist nach dem Winzerfest in Vevey 2016 der zweite Schweizer Eintrag auf dieser Liste.

Das Bundesamt für Kultur (BAK) hatte die Basler Fasnacht im März 2016 als Kandidatur bei der Unesco eingereicht. Das zuständige Komitee hat nun in Südkorea entschieden, die Basler Fasnacht einzutragen, wie das BAK mitteilte.

Startschuss und erster Höhepunkt der Basler Fasnacht ist jeweils der "Morgestraich" am Fasnachtsmontag um vier Uhr früh. (Archivbild)

Die Basler Fasnacht ist in der Unesco-Liste aufgenommen worden. (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

Die Basler Fasnacht sei eine äusserst vielfältige und lebendige Tradition, die Musik, mündliche Ausdrucksformen und Handwerk vereine. Mit jährlich fast 20’000 Teilnehmenden und über 200’000 Besuchenden sei sie ein bedeutendes kulturelles Ereignis für die Basler Bevölkerung. Die Unesco habe die Basler Kandidatur «als exemplarisch gewürdigt», weil diese die Verwendung des Dialekts zur Vermittlung des immateriellen Kulturerbes besonders hervorhebe. Die vorgeschlagenen Bewahrungsmassnahmen habe die Unesco befürwortet.

(red/sda)


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