Oberriet: “Der Fall erinnert an Salez”

Der Mann hatte ein Messer im Regionalzug dabei.
Der Mann hatte ein Messer im Regionalzug dabei. © Urs Bucher/St.Galler Tagblatt/Symbolbild
In Oberriet hat ein 42-jähriger Mann einen Grosseinsatz der Polizei ausgelöst. Die Bahn informierte die Kantonspolizei St.Gallen, dass sich ein Mann mit einem Messer in einem Regionalzug befindet. Polizisten konnten den Mann festnehmen. Für andere Reisegäste bestand keine Gefahr.

Kurz vor 7.30 Uhr erhielt die Kantonspolizei St.Gallen von der Bahn die Meldung, dass sich im Regionalzug Richtung Oberriet ein Mann mit einem Messer befindet. “Der Mann stand wahrscheinlich unter Drogeneinfluss und hat geschlafen”, sagt Florian Schneider Sprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Der Mann war derart weggetreten, dass er kaum fähig war,  sich auf den Beinen zu halten und er schlief während dem Polizeieinsatz mehrfach ein. “Wir haben dafür gesorgt, dass wir möglichst schnell mit möglichst vielen Einsatzkräften vor Ort sein konnten. Glücklicherweise präsentierte sich die Situation als nicht sehr tragisch”.

Salez bleibt in den Köpfen

Schon wieder ein Zwischenfall im Rheintal. Wieder spielt die Südostbahn eine wesentliche Rolle und wieder ist es ein Mann mit einem Messer. Die Geschehnisse von Salez gehen auch an Polizisten nicht spurlos vorüber. “Nach den Vorfällen in Salez sind wir sehr auf Vorfälle aus dem öffentlichen Verkehr sensibilisiert”, sagt Schneider. “Wir sind froh, hat sich die Situation als harmlos herausgestellt.”

Mann ist polizeibekannt

Beim Mann handelt es sich um einen 42-jährigen Schweizer. Er ist der Polizei unter anderem wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz bekannt. Er dürfte unter Drogeneinfluss gestanden haben und hat beim Eintreffen der Polizei in einem Zugabteil geschlafen. Der Mann gab gegenüber der Polizei an, dass er mehrere Tage auf der Strasse verbracht habe. Beim Messer handelte es sich um ein kleines Klappmesser mit einer zirka drei Zentimeter langen Klinge, welches nicht unter das Waffengesetz fällt. Es muss zweihändig bedient werden. Nebst strafrechtlichen Massnahmen werden auch fürsorgerische und medizinische Massnahmen geprüft.

(kapo/saz)

TVO-Beitrag: Böse Erinnerung an Salez


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