Marcel Rotach tritt nicht wieder an

Marcel Rotach zieht sich zurück.
Marcel Rotach zieht sich zurück. © Samuel Schalch/St.Galler Tagblatt
Stadtratskandidat Marcel Rotach von der FDP will nicht in den zweiten Wahlgang. Das schreibt die FDP in einer Mitteilung. Stattdessen will die FDP die bisherige CVP-Stadträtin Patrizia Adam unterstützen. 

Der Rückzug war erwartet worden. Rotach machte mit 6009 klar die wenigsten Stimmen aller Kandidaten. Er verpasste das absolute Mehr um mehr als 3000 Stimmen. Zudem will die FDP zwar ihren zweiten Sitz im St.Galler Stadtparlament zurückerobern, allerdings kaum auf Kosten der CVP.

«Das Verdikt des Wahlsonntags gilt es zu akzeptieren. Vor diesem Hintergrund ist der Rückzug konsequent», schreibt die FDP in einer Mitteilung.

Für die FDP geht es in erster Linie darum, mit Patrizia Adam eine bürgerliche Politikerin im Stadtrat zu wissen. «Am 27. November entscheidet St.Gallen zwischen bürgerlich oder links», heisst es in der Mitteilung.

Im zweiten Wahlgang tritt Adam voraussichtlich gegen Maria Pappa von der SP an. Pappa erzielte im ersten Durchlauf ein beachtenswertes Resultat mit 7914 Stimmen – lediglich 1000 Stimmen hinter der bisherigen Adam. Die SP ist in der Stadt St.Gallen im Aufwind, im Stadtparlament konnte sie zwei Sitze gewinnen und stellt erneut die Mehrheit.

Der zweite Wahlgang findet am 27. November statt. An diesem Datum gibt es nebst dieser Wahl lediglich noch eine eidgenössische Abstimmung zur Initiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie». Dieses Anliegen wird eher linke und grüne Kreise an die Urne bringen, was wiederum für Pappa von Vorteil sein wird.

Noch unklar ist die Strategie der SVP: Gibt sie eine Wahlempfehlung ab oder tritt sie gar mit einer eigenen Kandidatin oder einem eigenen Kandidaten an?

(rr)


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