Martin Walser plädiert für einen selbstbestimmten Abgang

Martin Walser findet, man müsse das Sterben nicht um jeden Preis der Natur überlassen (Archiv).
Martin Walser findet, man müsse das Sterben nicht um jeden Preis der Natur überlassen (Archiv). © /EPA/OLE SPATA
Der Schriftsteller Martin Walser spricht sich für Sterbehilfe aus. “Es ist unwürdig, das Sterben der Naturgemeinheit zu überlassen, wenn Medizin und Technik es doch menschenmöglich machen könnten”, sagte der 88-Jährige dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

“In 100 Jahren werden die Menschen auf unsere Zeit zurückblicken wie wir auf das Mittelalter, weil man damals noch aus natürlicher Bedingung gestorben ist.”

Walser meint, man solle selbst “die bestmögliche Art zu sterben wählen”. “Hemingways Gewehr, das liegt mir nicht. In meinem Text ‘Ums Altsein’ wünsche ich mir eine Gleitdroge, die die Arbeit in einem Zwölfstundenschlaf für mich erledigt. Das halte ich für menschenwürdig.” Auf die Frage, ob er Angst vor dem Tod habe, antwortete der Schriftsteller: “Ja, natürlich.”

In seinem jüngsten Roman “Ein sterbender Mann” schreibt der Schriftsteller über einen Mann mit Suizidgedanken.

(SDA)


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