Mathias Eggenberger mit solider dritter Runde

Mathias Eggenberger mit solider dritter Runde
© KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Der St. Galler Golfamateur Mathias Eggenberger schlägt sich in der 3. von 4 Runden des Omega European Masters in Crans-Montana wacker. Am Sonntag könnte er sich vom 63. Platz deutlich verbessern.

Der 24-jährige liechtensteinisch-schweizerische Doppelbürger Mathias Eggenberger spielte bei ausgezeichneten Verhältnissen auf dem nach Severiano Ballesteros benannten Platz eine Par-Runde von 70 Schlägen. «Ich darf mit meinem Spiel zufrieden sein. Vor allem das Putten, besonders die kurzen Putts, waren viel besser als am Freitag», sagte der Ostschweizer, der auch der einen oder anderen Chance auf weitere Birdies nachtrauern musste.

Am grossen Schweizer Profi-Turnier im Wallis brachte es Eggenberger als einziger von sechs ausser Konkurrenz gestarteten Amateuren in die Finalrunden. Noch in diesem Herbst wird er seinerseits zu den Profis übertreten.

Scott Hend, der Leader nach drei Runden, ist ein interessanter Golfer. Während die meisten starken Australier auf der lukrativen US-Tour spielen, verbrachte der 43-Jährige aus Brisbane die meisten Saisons seiner Karriere auf der weniger bedeutenden und weniger einträglichen Asien-Tour. Auch im fortgeschrittenen Alter ist er ein ausgesprochener Longhitter. 2005, in einer seiner beiden Saisons in den USA, war er als erster ausländischer Golfer der Beste in der Statistik der Weitenjäger, mit einer durchschnittlichen Abschlaglänge rund 290 Metern.

Zwei seiner neun Siege auf der Asien-Tour errang Hend an Turnieren, die zur Hälfte zur Europa-PGA-Tour zählen. Eine solche Veranstaltung ist auch das Omega European Masters in Crans-Montana.

Hend steigt am Sonntag mit nur einem Schlag Vorsprung in die Schlussrunde, aber er kann seiner Sache auch sonst keineswegs sicher sein. Denn der erste Verfolger ist der nach einer langen Durststrecke vor gut einem Jahr wieder in Form gekommene Schwede Alexander Noren. Noren weiss genau, wie man in der letzten Runde auf dem Hochplateau spielen muss, denn 2009 konnte er sich hier als Sieger ausrufen lassen.

Die Topfavoriten aus England werden an dem mit 2,7 Millionen Euro dotierten Turnier kaum mehr in den Kampf um den Sieg eingreifen können. Lee Westwood liegt sieben Schläge hinter Hend, der Titelverteidiger und aktuelle US-Masters-Champion Danny Willett ist um neun Schläge distanziert. Der Spanier Miguel Angel Jimenez, Sieger von 2010 und unbestrittener Publikumsliebling, fiel mit einer 71er-Runde zurück und liegt nun zwischen Westwood und Willett.

(SDA)


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