Matthias Sempach unwiderstehlich

Die Faust des Siegers: Matthias Sempach (rechts) besiegt Christian Stucki
Die Faust des Siegers: Matthias Sempach (rechts) besiegt Christian Stucki © KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Sieben Wochen vor dem Eidgenössischen Fest in Estavayer macht Schwingerkönig Matthias Sempach auf seine Stärke aufmerksam. Er gewinnt den Rigi-Schwinget im Schlussgang gegen Christian Stucki.

Für den 30-jährigen Sempach, der von Ende Mai 2015 bis Mitte Mai 2016 verletzt war, ist es der dritte Saisonsieg, nachdem er schon am Oberaargauischen in Hindelbank und am Bergkranzfest am Schwarzsee triumphiert hatte.

Kilian Wenger, der zweite auf der Rigi angetretene Schwingerkönig, dürfte trotz des problemlos gewonnenen Kranzes nicht zufrieden gewesen sein. Der Berner Oberländer fiel im Unterschied zu Sempach und Stucki schon im Vormittagsprogramm mit zwei Gestellten aus der Entscheidung.

Weil die Berner im Vergleich mit der Innerschweizer Fraktion einmal mehr eine grosse Überlegenheit ausspielte, sah sich das Einteilungskampfgericht abermals veranlasst, einzelne Berner mit Direktkämpfen zurückzubinden.

Ein Berner Duell war im 4. Gang auch jenes zwischen Sempach und Stucki. Die beiden Freunde und Erzrivalen remisierten fast erwartungsgemäss, schafften es dann aber dennoch beide in den Schlussgang. Dort führte der Alchenstorfer die Entscheidung nach 4:20 Minuten mit Kurzzug und Fussstich herbei. Sempach durfte sich über seinen 34. Kranzfestsieg insgesamt und über den achten an einem Bergkranzfest freuen.

Das erste Berner Gipfeltreffen hatte schon im 3. Gang stattgefunden. Dort setzte sich Stucki gegen den zweifachen Gauverbandsieger Remo Käser durch.

In der Endabrechnung errangen die Berner einen siebenfachen Triumph. Von den 14 abgegebenen Kränzen wanderten neun in den Kanton Bern, fünf blieben in der Zentralschweiz. Die Südwestschweizer Gäste gingen leer aus.

Der Sieger des Appenzeller Kantonalen heisst wie im Vorjahr Raphael Zwyssig. Der 29-jährige Appenzeller dominierte das Fest in Schwende nach Belieben. Er stand schon nach fünf Gängen mit fünf Maximalnoten als Sieger fest. Im Schlussgang, den sein Gegner Michael Bless als Zusatzgang bestritt, reichte Zwyssig somit ein Gestellter. Selbst eine Niederlage hätte nichts an Zwyssigs Triumph geändert. Es ist nach dem Sieg am Appenzeller im Vorjahr der zweite Kranzfestsieg für Zwyssig.

Bless wurde die Niederlage im ersten Gang gegen Daniel Bösch zum Verhängnis. In der Folge gewann er alle fünf Duelle. Bösch seinerseits musste in den Duellen gegen Martin Hersche und Marcel Kuster je einen Gestellten einstecken. Damit war der Festsieg ausser Reichweite. Stefan Burkhalter, der vierte Eidgenosse im Feld, sicherte sich den Kranz ebenfalls.

(SDA)


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