Mega-Skigebiet in Grenznähe geplant

Die Österreicher haben Grosses vor.
Die Österreicher haben Grosses vor. © Keystone
Vor den Toren Graubündens und der Ostschweiz soll ein Mega-Skigebiet von 400 Kilometer Länge entstehen. Tiroler und Vorarlberger wollen für 95 Millionen Euro ihre Pisten zusammenlegen. Widerstand zeichnet sich aber bereits ab.

Die Skigebiete im FM1-Land haben es derzeit nicht leicht. Der Schnee fehlt an allen Ecken und Enden. Und jetzt noch dies: Die eh schon grosse Konkurrenz aus dem nahen Österreich wird noch grösser. Vorarlberger und Tiroler planen ein Skigebiet der Superlative. Wie das News-Portal vol.at berichtet, wollen sie die Pisten zwischen Schröcken im Bregenzerwald bis nach Kappl in Tirol verbinden.

Das wären 400 Pisten-Kilometer am Stück. Das ist aber nicht alles: Als nächster Ausbauschritt ist eine Skischaukel angedacht, die von Samnaun in Graubünden über Ischgl und St. Anton bis Lech, Zürs und Warth reichen soll.

Die Mega-Skigebiet ist schon mehr als eine Idee: Das Projekt hat die ersten Hürden bereits genommen. Die Ski Zürs AG erhielt grünes Licht für den Bau von vier neuen Bahnen. Auf Tiroler Seite hat die Zusammenlegung zweier Skigebiete die Umweltverträglichkeitsprüfung bestanden.

Erste Schätzungen rechnen mit Gesamtinvestitionen von 95 Millionen Euro betragen. Ähnlich grosse Skigebiete gibt es derzeit nur in den USA und Frankreich. Die Betreiber halten einen Baubeginn im Jahr 2019 für realistisch. Widerstand ist dem Projekt aber bereits sicher: Der Tiroler Landesumweltanwalt hat wenig Freude und eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht angekündigt. (red)

 


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