Zugunglück fordert einen Toten und 108 Verletzte

Gemäss Augenzeugen ist der Zug ungebremst in den Bahnhof gerast.
Gemäss Augenzeugen ist der Zug ungebremst in den Bahnhof gerast. © (Ian Samuel via AP)
Ein Pendlerzug fuhr gestern Donnerstag in der Stadt Hoboken im US-Bundesstaat New Jersey ungebremst in einen Bahnhof. Eine Person starb, über hundert Menschen wurden verletzt.

Der Bahnhof von Hoboken ist einer der meistbenutzten Pendlerbahnhöfe im Umkreis von New York. Zu den möglichen Ursachen des Unglücks lagen zunächst keine Angaben vor. Michael Larson, ein Angestellter der Verkehrsbehörde von New Jersey, sagte im Fernsehsender CNN, der Zug habe nicht wie vorgesehen im Bahnhof gehalten, sondern sei in voller Fahrt gegen den Betonblock am Ende des Gleises geknallt. Der Prellbock wurde demnach hochgeschleudert und fiel auf das Bahnhofsdach, das daraufhin einstürzte.

Zug krachte wohl ungebremst in den Bahnhof

«Wir haben nie abgebremst», sagte auch Jim Finan, ein Berufspendler, der sich im Zug befand, dem Fernsehsender Fox News. Der Zug sei direkt in den Prellbock hineingefahren. Danach sei Panik im Zug ausgebrochen. Passagiere hätten versucht, die Fenster einzuschlagen.

Eine Sprecherin der Verkehrsbehörde sagte, es sei noch unklar, mit welcher Geschwindigkeit der Zug in den Bahnhof hineingefahren sei. Nach ihren Angaben befanden sich rund 250 Menschen in dem Zug. Es sei unklar, ob einige von ihnen noch in dem Wrack eingeschlossen seien.

Grossaufgebot an Rettungskräften steht im Einsatz

Die US-Medien berichteten von mindestens drei Toten, was aber von den Behörden nicht bestätigt wurde. Der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, sagte dem Nachrichtensender CNN, nach vorläufigem Stand gebe es einen Toten und 108 Verletzte. Bilder in sozialen Netzwerken zeigen einen schwer beschädigten Bahnhof. Ein Teil des Dachs ist offensichtlich eingestürzt.

Es habe sich um den Zug mit der Nummer 1614 gehandelt, der in Spring Valley im Bundesstaat New York nördlich von Hoboken gestartet sei, berichteten Medien. Gegen 8.45 Uhr (Ortszeit) sei der Zug auf Gleis 5 in den Bahnhof von Hoboken eingefahren. US-Fernsehsender zeigten Bilder des Bahnhofs, in dem erhebliche Sachschäden entstanden zu sein schienen.

Zugverkehr unterbrochen

Der Zugbetrieb am Bahnhof von Hoboken wurde eingestellt, ein Grossaufgebot von Feuerwehrleuten, Polizisten und anderen Rettungskräften war im Einsatz. Die Stadt liegt direkt gegenüber dem New Yorker Stadtteil Manhattan, auf der anderen Seite des Hudson-Flusses, im Bundesstaat New Jersey.

Der Zugbetrieb am Bahnhof von Hoboken wurde eingestellt, ein Grossaufgebot von Feuerwehrleuten, Polizisten und anderen Rettungskräften war im Einsatz. Die Stadt liegt direkt gegenüber dem New Yorker Stadtteil Manhattan, auf der anderen Seite des Hudson-Flusses, im Bundesstaat New Jersey.

(SDA)


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