Mehr als 3000 Flüchtlinge seit Jahresbeginn im Mittelmeer ertrunken

Flüchtlinge in einem Gummiboot vor Libyen. Sie konnten gerettet werden - im Gegensatz zu mehr als 3000 Menschen, die 2016 bereits im Mittelmeer ertranken. (Archiv)
Flüchtlinge in einem Gummiboot vor Libyen. Sie konnten gerettet werden - im Gegensatz zu mehr als 3000 Menschen, die 2016 bereits im Mittelmeer ertranken. (Archiv) © KEYSTONE/AP/SANTI PALACIOS
Mehr als 3000 Flüchtlinge sind seit Jahresbeginn bei Schiffsunglücken im Mittelmeer ertrunken. Damit seien deutlich mehr Menschen gestorben als in den ersten sieben Monaten des Vorjahres, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag mit.

Bis Juli 2015 seien 1917 Flüchtlinge bei der gefährlichen Überfahrt nach Europa ums Leben gekommen, dieses Jahr gebe es bislang mehr als 3034 Opfer. Die Route nach Italien war dabei die tödlichste: Rund 2600 der Todesopfer versuchten nach Italien zu gelangen, etwa 400 nach Griechenland.

Allein rund tausend Menschen sind innerhalb weniger Tage Ende Mai ertrunken. Die Boote, welche damals verunglückten, waren deutlich grösser als üblich und transportierten mehrere hundert Personen.

Nach Angaben der IOM erreichten bis Ende Juli fast 250’000 Bootsflüchtlinge die europäische Küste. Alleine in Italien kamen nach UNO-Angaben mehr als 80’000 Flüchtlinge an. Die meisten von ihnen stammen aus Afrika.

(SDA)


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