Mehr als 4600 Bootsflüchtlinge zwischen Libyen und Italien gerettet

Die italienische Küstenwache rettet Flüchtlinge aus einem überfüllten Schlauchboot. In den letzten Tagen sind erneut über 4000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet worden. (Archiv)
Die italienische Küstenwache rettet Flüchtlinge aus einem überfüllten Schlauchboot. In den letzten Tagen sind erneut über 4000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet worden. (Archiv) © Keystone/AP Italian Navy/
Vor Libyen sind nach Angaben der italienischen Küstenwache binnen drei Tagen mehr als 4600 Bootsflüchtlinge gerettet worden. Die Flüchtlinge seien von Donnerstag bis Samstag aus mehreren Booten im Mittelmeer gerettet worden, teilte die Einsatzzentrale in Rom mit.

Allein am Samstag habe es neun Rettungsaktionen für insgesamt 1123 Flüchtlinge gegeben. An den Rettungsaktionen sei neben der italienischen Küstenwache und Marine auch das Bundeswehr-Schiff “Berlin” beteiligt gewesen, das für die EU-Mission Eunavfor Med im Mittelmeer im Einsatz ist.

Seit Jahresbeginn gelangten nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bereits rund 860’000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa. Mehr als 3500 Flüchtlinge ertranken während der gefährlichen Überfahrt.

Trotz Kälte, Wind und Wellen machen sich weiter jede Woche hunderte Flüchtlinge auf die Reise von Nordafrika über das Mittelmeer Richtung Europa. Die Überfahrten von Libyen aus hatten zuletzt allerdings abgenommen. Wegen einer Wetterbesserung gab es in den vergangenen Tagen aber etliche neue Versuche zur Überfahrt in Richtung Europa.

(SDA)


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