Parlaments-Wahlen im Iran

Der iranische Präsident Hassan Ruhani gilt als Reformer: Diese neue politische Atmosphäre könnte dazu geführt haben, dass sich mehr als doppelt so viele Frauen und Männer zur Wahl ins Parlament aufstellen liessen. (Archivbild)
Der iranische Präsident Hassan Ruhani gilt als Reformer: Diese neue politische Atmosphäre könnte dazu geführt haben, dass sich mehr als doppelt so viele Frauen und Männer zur Wahl ins Parlament aufstellen liessen. (Archivbild) © KEYSTONE/AP/EBRAHIM NOROOZI
Nach einer Verlängerung der Einschreibefrist hat die Zahl der Bewerber für die Parlamentswahl im Iran einen neuen Rekord erreicht. Fast 12’000 Kandidaten, darunter mehr als 1100 Frauen, haben sich für die 290 Sitze registriert.

Laut Innenministerium waren es bei der Wahl 2012 knapp mehr als 5000. Mit so vielen hatte das Ministerium auch diesmal gerechnet, aber bis zum Ende der neuen Frist – Freitag um Mitternacht – waren es mehr als doppelt so viele. Die Zahl der Frauen ist mehr als dreimal so hoch wie vor vier Jahren.

Laut Beobachtern ist die neue politische Atmosphäre unter Präsident Hassan Ruhani der Hauptgrund, dass so viele Kandidaten zur Parlamentswahl am 26. Februar antreten wollen. Ausserdem ist die Wahl ein erster politischer Stimmungstest nach dem Atomabkommen Mitte Juli zwischen dem Iran und dem Westen.

Mit Spannung wird erwartet, ob die Auswirkungen des Abkommens auch zu einem Wahlerfolg der Reformer um Präsident Ruhani führen. Das Parlament war in den vergangenen drei Legislaturperioden fest in der Hand von Konservativen und Hardlinern.

(SDA)


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