Mehr Arbeitslose in der Ostschweiz

Mehr Stellensuchende in der Schweiz.
Mehr Stellensuchende in der Schweiz. © Keystone
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit in den Kantonen St.Gallen und Thurgau überdurchschnittlich gestiegen. Vor allem die Industrie leidet darunter. Auch in Ausserrhoden gibt es mehr Arbeitslose, in Innerrhoden hat die Zahl der Stellensuchenden hingegen abgenommen. 

In der Schweiz ist die Arbeitslosigkeit erneut gestiegen. Mit 3,8 Prozent ist die Quote so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr. Auch in der Ostschweiz hat sich die Situation verschärft. In den Kantonen St.Gallen und Thurgau wuchs die Anzahl der Stellensuchenden im Vergleich zur übrigen Schweiz (plus 8 Prozent) überdurchschnittlich.

Thurgau stärker betroffen

Ende Januar 2016 waren in St.Gallen laut Medienmitteilung der Staatskanzlei knapp 12’000 Stellensuchende gemeldet. Das seien zwar gleich viele wie im Vormonat, aber 12 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Im Thurgau ist der Anstieg noch markanter (+16%). Grund für diese Entwicklung ist laut Mitteilung die grosse Bedeutung des industriellen Sektors in den beiden Kantonen. Dieser leidet unter der Frankenstärke.

Gemäss Trend-Barometer der Fachstelle für Statistik ist weiterhin mit steigenden Zahlen zu rechnen. In St.Gallen beträgt die Arbeitslosenquote 2,3 Prozent, im Thurgau 3,1.

Ausserrhoden plus 6 Prozent

In Ausserrhoden waren Ende Januar 992 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Im gleichen Monat vor einem Jahr waren es 931. Der Zuwachs beträgt über 6 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg von 2 auf 2,1 Prozent.

Rückgang in Innerrhoden

In Innerrhoden wurden 149 Personen als Stellensuchende gemeldet, das sind weniger als im Vorjahresmonat (160). Mit einer Quote von 1,4 Prozent weist der Kanton eine Arbeitslosenquote auf, die deutlich unter dem schweizerischen Durchschnitt liegt. Nur Ob- und Nidwalden haben eine tiefere Quote. 

(red)


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